Ausgabe Nr. 06 - 12.02.2012
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Als Vater gefordert: Nicht immer einer Meinung
In unserer Väter-Serie: Harald Schatz, Vater von vier Kindern, hat auch im Pfarrgemeinderat mit seinem Sohn Bernhard zu tun.

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Bernhard und Harald Schatz.

Mein Sohn Bernhard und ich sind seit der letzten PGR – Wahl im März 2007 gemeinsam im Pfarrgemeinderat. Ich erlebe diese Situation insofern als sehr positiv, weil ich erfahren darf, dass Bernhard mein Engagement für die Pfarre jetzt viel besser versteht als zuvor und er meine Sorgen und Nöte, aber auch Freuden in der und für die Gemeinde nun auch inhaltlich nachvollziehen kann und nicht nur meine daraus entstandenen Launen und Gefühle erleben muss.

Wir haben die Gemeindeprobleme auch immer wieder als Gesprächsthema beim gemeinsamen, sonntäglichen Mittagstisch und diskutieren oft über die jeweiligen Vorschläge.

Natürlich sind wir nicht immer einer Meinung, aber das empfinde ich als konstruktiv, weil wir durch die gemeinsame Zeit in der Familie, auch mehr Zeit für das Gespräch aufbringen können und daher auch zu Lösungsvorschlägen kommen, die wir beide mittragen können. Bernhard ist im PGR für unsere Gemeindefinanzen und die Gemeindeentwicklung zuständig, meine Aufgaben sind die Gemeindepastoral und die Caritas. 

Ich war sehr berührt davon, dass Bernhard mit dem Argument für die Wahl zum Pfarrgemeinderat kandidiert hat, der Gemeinde als verantwortliches Pfarrgemeinderatsmitglied zurückgeben zu wollen, was er von ihr bisher erhalten hat.      
    Harald Schatz

Was Bernhard, 28, sagt

Grundsätzlich würde ich Vater-Sohn-Konstellationen im PGR nicht uneingeschränkt empfehlen.

Dadurch entsteht die Gefahr, dass eine spezifische Familie in einer Gemeinde zu dominant wird. In unserem Fall kam es auch nur zu zwei Mandaten, da mein Vater ex officio im PGR vertreten ist, und ich als gewählter Vertreter Mitglied bin.

Wenn Vater und Sohn gemeinsam in einem Gremium arbeiten, halte ich es für sehr wichtig, dass man die Kompetenzen und Zuständigkeiten des anderen respektiert und einhält. Das gilt im Grundsatz aber für alle Mitglieder.

Als äußerst positiv erlebe ich den Aspekt, dass Vater und Sohn gemeinsame Interessen und Verpflichtungen verfolgen können und gleichzeitig Einblick in die Fähigkeiten und Stärken des Anderen bekommen. Das ist sehr bereichernd und geht über die Möglichkeiten eines ”normalen Familienlebens“ in der Regel hinaus.
    Bernhard Schatz

Mag. Bernhard Schatz,
Jahrgang 1980, ist Referent im  Finanzministerium.

Diakon Harald Schatz hat vier erwachsene Kinder, ist Jahrgang 1952 und Diözesansekretär der Katholischen Männerbewegung.












Diesen Bericht von Stefan Kronthaler lesen Sie auf Seite 15 der aktuellen Ausgabe von "Der Sonntag" Nr. 05 vom 1. 2. 2009 (erhältlich in Ihrer Kirche)

30.01.2009

Kurz notiert

Klingendes Klosterneuburg

Junge Künstler aus Nachbarländern Österreichs bis hin zu Japan gestalten eine neue Konzertreihe des Stiftes Klosterneuburg in Zusammenarbeit mit Wiener Kulturinstituten.

An sieben Abenden musizieren die Künstler im barocken Augustinussaal des Chorherrenstiftes.

Den Auftakt bildet ein Konzert mit der aus Japan stammenden Pianistin Yuumi Yamaguchi am 2. Februar; den Abschluss macht am 18. Oktober die tschechische Mezzosopranistin Barbora Polaskova.

Die Vorführungen beginnen um 19 Uhr.

Programm: www.stift-klosterneuburg.at