 Magdalena und Peter Puschner.
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In den ersten Schuljahren unserer Kinder habe ich vom Aufgaben-Machen kaum
etwas mitbekommen. Wenn ich abends von der Arbeit heimkam, war dies meist
schon geschehen.
Seit meine Tochter Magdalena allerdings ins Gymnasium geht, wird es beim
Aufgaben-Machen später, der Stoff wird schwieriger, und auf einmal ist auch
meine Hilfe gefragt.
Vor allem mit Fragen zur Mathematik kommt Magdalena gerne zu mir, da sie
meint, dass ich ihr da schnell und gut helfen kann, was mir natürlich
schmeichelt. Trotzdem muss ich zugeben, dass es mir hin und wieder einiges
an Überlegung und mehrere Versuche abverlangt, um die für mich klaren
Zusammenhänge so zu erklären, dass sie auch für Magdalena verständlich sind.
Passende Vergleiche oder gute Anschauungsbeispiele zu finden, kann da schon
einmal zu einer Herausforderung werden.
Der zweite ”Spezialbereich“, in dem ich Magdalena gerne bei den Aufgaben
helfe, ist Englisch. Einerseits habe ich beruflich viel mit dem Englischen
zu tun und kann daher gut weiterhelfen. Andererseits lerne ich bei den
Hausübungen bzw. Schularbeitsvorbereitungen auch selbst viel dazu.
Vergessenes wird wieder aufgefrischt und Neues gibt es in Fülle.
Es gibt natürlich Tage, an denen ich lieber meine Ruhe hätte, als bei
Hausübungen zu helfen. Alles in allem ist es für mich aber sowohl in
fachlicher Sicht als auch für die Beziehung zu meinen Kindern eine große
Bereicherung.
Peter Puschner
Was Magdalena sagtMein Vater hilft mir bei den Hausaufgaben. Die meiste Hilfe brauche ich in
Englisch und Mathe. Das sind die Gegenstände, in denen mein Vater besonders
gut ist, weil er sie täglich bei seiner Arbeit benötigt.
In Mathe hilft er mir bei den Beispielen, die ich nicht verstehe oder nicht
schaffe. Manchmal kontrolliert mein Papa die Hausübung, wenn ich fertig bin.
In Englisch sagt er mir die Buchstaben der Wörter, die ich nicht schreiben
kann, der Reihe nach an. Er hilft mir auch, für die deutschen Wörter, für
die mir keine englischen Wörter einfallen, englische Begriffe zu finden.
Danach liest er sich den Text durch. Bei den englischen Grammatikübungen
bestätigt er mir, ob das, was ich denke, das ich einsetzen muss, stimmt.
Ich finde es gut, dass ich diese Hilfe von meinem Vater bekomme.
Magdalena Puschner
DI Dr. Peter Puschner, Jahrgang 1965, ist Universitätsprofessor an der
TU Wien (Institut für Technische Informatik ).
Er ist verheiratet mit Mag. Marianne Puschner und hat zwei
Kinder, Magdalena, 12 Jahre, und Johannes, 9 Jahre.
Peter Puschner ist ”einfaches“ Mitglied der Pfarre St. Johannes/Keplerplatz
(Wien 10).
Diesen Bericht von Stefan Kronthaler lesen Sie auf der letzten Seite der
aktuellen Ausgabe von "Der Sonntag" Nr. 02 vom 11. 1. 2009 (erhältlich in
Ihrer Kirche).
09.01.2009 |