Ausgabe Nr. 06 - 12.02.2012
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Als Vater gefordert: Trotz und wegen der Rituale
Diesmal schreibt Alfred Trendl, Vater von zwei Jugendlichen und geschieden, über Weihnachten.

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Alfred Trendl

„Es ist immer das Gleiche: Sehnsucht nach schönen Weihnachten, nach Harmonie in der Familie, der Versuch, Weihnachten für die Kinder/Jugendlichen zu mehr als einer Geschenkverteilaktion zu machen.

Davor: Kauf der Geschenke im letzten Augenblick, berufliche Herausforderungen und
Treffen sonder Zahl, alles wird zum Termin. Auch bei den Kindern/Jugendlichen: Schularbeiten bis knapp vor Ferienbeginn.

Weiters zu klären: Wer feiert heuer wann und mit wem?
Doch immer bleibt der innere Wunsch: Das Weihnachtsfest für die Kinder (und einen selber) als Quelle des Glaubens und des Lebens  zu gestalten , sinnvoll – voll Sinn –  zu erleben.

 Und wie mit der „Geschenkefrage“ umgehen? Viele „tolle“ Geschenke, wie es die Gesellschaft fordert und einige Freunde leben, oder Konsumverzicht, Konzentration auf das Wesentliche – das Geburtstagsfest von Jesus? Es bleibt ein (guter) Kompromiss.

Verdichtet sich am 24. zu:
Essen kochen, Baum schmücken. Dann der Weihnachtsabend: „Klassisch“ gefeiert und wunderschön – trotz persönlicher Erschöpfung.

Ein Jugendlicher liest das Evangelium, wir singen mehr als nur ein Lied, wir wissen um unsere gegenseitige Liebe trotz aller Grenzen. Die Mette schon um zehn Uhr war, als die Kinder jünger waren, angenehm, jetzt gehört der frühe Beginn gut integriert – dafür feiern wir die Christmette mit ganz besonderen Menschen.

Die Mutter der Kinder kam bisher meistens auch, eine gemeinsame Feier, ein besonderer Moment.

Weihnachten immer das Gleiche? Nein, ich entdecke trotz und wegen der Rituale jedes Jahr neu die Freude zu Weihnachten, ein vorbehaltloses Angenommensein und: Heuer wird erstmals mit neuer Partnerin in der Patchwork-Großfamilie gefeiert.“
   Alfred Trendl
 

Alfred Trendl
hat zwei Kinder mit 15 und 17 Jahren und ist geschieden.
Steuerberater in Wien, ehrenamtliche Arbeit für den Katholischen Familienverband
(Infos: www.familienverband.at) und
Väterkarenz-Consulting (Infos: www.vaeterkarenz.at).






Diesen Bericht lesen Sie auf Seite 15 der aktuellen Ausgabe von "Der Sonntag" Nr.  Nr.  50 vom 14. 12. 2008 (erhältlich in Ihrer Kirche).

12.12.2008

Kurz notiert

Stille statt Internet

Papst Benedikt XVI. hat vor einer Reizüberflutung durch moderne Medien gewarnt und zu einer größeren Wertschätzung der Stille und des Schweigens aufgerufen.

Der Mensch von heute werde insbesondere im Internet von „Antworten auf Fragen bombardiert, die er sich nie gestellt hat, und auf Bedürfnisse, die er nicht empfindet”, heißt es in der am 24. Jänner veröffentlichen päpstlichen Botschaft zum Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel, den die Kirche am 20. Mai feiert.