| „Priester-Vorbilder”: Folge 45: „Christus im Zentrum” | ||||
| Welche Priester Andreas Schätzle – Beauftragter für Berufungspastoral der ED Wien und Programmdirektor von „Radio Maria Österreich” – geprägt haben. | ||||
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Als Mitarbeiter der Berufungspastoral habe ich mich natürlich besonders über diese Serie im „Sonntag“ gefreut. Es ist gar nicht leicht, eine Priestergestalt aus den vielen Priester-Begegnungen im Laufe meines Lebens „herauszupicken“. Vielleicht geht es Ihnen, geschätzte Leser, da ganz ähnlich.
Für mich war und ist der ehemalige Regens Clemens Abrahamowicz (jetzt Pfarrer in Baumgarten-St. Anna – Wien 14) ein solcher Priester, an dessen Person und Wirken ich wachsen durfte. Ein Freund hatte mich am Weihnachtsabend in die Pfarre St. Paul (PAHO, Wien 10) zur hl. Messe mitgenommen. Festlich zogen die Ministranten, alles echte Favoritner, in ihren langen, weißen Kutten ein. Der Priester Clemens hielt ein kleines Original-Bethlehem-Jesus-Baby, so wie man es dort noch heute in den Geschäften erstehen kann, ausdrucksstark und voller Innigkeit in die Höhe, sodass es jeder sehen konnte. Da war klar: Jetzt ist Weihnachten, jetzt kommt der Messias. Und mir war klar: Hier möchte ich lernen, bei diesem Priester möchte ich in die Schule gehen. Gute-Hirten-Pastoral
Ein halbes Jahr später durfte ich tatsächlich in St. Paul mein Praktikum als Seminarist beginnen und habe auch dort 1995 die Primiz gefeiert. Clemens war der Prediger, drehte sich vom Ambo zu mir um und zeigte – peinlich genug – mit dem Finger auf mich: „Es geht nicht um Andreas, sondern Christus steht heute im Zentrum!“ Ein Lehrstück für alle und fürs ganze Leben. 18.08.2006 |


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