Der Dienst an den Armen ist für die Gemeinschaft Sant’ Egidio nicht bloß Almosen-Geben, sondern bedeutet, die Armen zu Freunden zu machen, sich mit ihnen ohne Ausnahme zu identifizieren und in den Armen Christus selbst zu erkennen: Das bezeugt die Gemeinschaft in ihrem Wirken, und diese tätige Liebe zu den Armen markierte auch den Anfang von Sant’ Egidio.
Andrea Riccardi war selbst noch Schüler, als er 1968 mit einigen Freunden beschloss, auf das Evangelium Jesu zu hören und es zu leben. Die Gruppe um Riccardi begann, in jene römischen Stadtviertel zu gehen, in denen damals viele Arme in Baracken hausten. Mit ihnen begann sie eine Nachmittagsschule für Kinder („Scuola popolare“).
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Seit damals ist die Gemeinschaft Sant’ Egidio eine Laienbewegung geworden, zu der mehr als 50.000 Personen gehören. Sie setzt sich in Rom, in Italien und in mehr als 70 Ländern der Welt – so auch in Österreich – für die Weitergabe des Evangeliums und für die Armen ein. Die Scuole popolari, heute „Friedensschulen“ genannt, existieren bereits in vielen Teilen der Welt.
Die verschiedenen Gemeinschaften von Sant’ Egidio auf der ganzen Welt sind durch dieselbe Spiritualität miteinander verbunden: Das Gebet bildet Fundament und Mittelpunkt der Gemeinschaft. Auf das Gebet ist sie ausgerichtet, und von ihm her lebt sie. Die ebenso wichtige Weitergabe des Evangeliums richtet sich an alle, die auf der Suche sind und nach einem Sinn im Leben fragen.
Gemeinschaft Sant’Egidio:
Bäckerstr. 18/15; 1010 Wien
Tel: 0664/867 16 70
(Vera Tiefenthaler )
E-Mail: santegidio@gmx.at
Internet: www.santegidio.org