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”Die Kirche ist jung“, hat Papst Benedikt XVI. gesagt. Das zeigt sich besonders in den neuen geistlichen Bewegungen, die in ihrer Vielfalt als Antwortversuche der Kirche auf die vielfältigen Herausforderungen der Gegenwart verstanden werden können. Zugleich spiegeln sie eine kirchliche Aufbruchssituation wider.
Die Serie im ”Sonntag“ hat versucht, die neuen Bewegungen zunächst auf dem Hintergrund der gesellschaftlichen Umwälzungen zu verstehen. Das Verhältnis zwischen Pfarrgemeinden und den ”Movimenti“ kam ebenso zur Sprache wie die Gemeinsamkeiten, die die Gruppierungen trotz ihrer Unterschiedlichkeit kennzeichnen. Schließlich wurden jene Bewegungen dargestellt, die für die Kirche in Österreich, für einzelne Diözesen oder auch für ein kleineres Umfeld von Bedeutung sind. Die gute Zusammenarbeit mit den Bewegungen, wofür an dieser Stelle ausdrücklich gedankt sei, hat wesentlich zum guten Gelingen der Serie beigetragen.
Die Schwerpunkte
Die 26 Folgen haben gezeigt: Der persönlichen Gotteserfahrung und der Glaubensentscheidung des Einzelnen kommen in den Bewegungen besondere Bedeutung zu. Die Einbindung in eine konkrete Gemeinschaft mit meist nur wenigen institutionellen Elementen macht sie für viele anziehend. Die ökumenische Ausrichtung führt in vielen Bewegungen Christen verschiedener Konfessionen zusammen und ist ein wichtiger Beitrag auf dem Weg zur größeren Einheit. Spiritualität ist mit engagiertem apostolischem Wirken verbunden – und mit gleichzeitiger kritischer Distanz zu manchen Zeiterscheinungen in der Gesellschaft. Diese Merkmale treffen auch auf viele Pfarrgemeinden zu. Durch ihre nicht territoriale Verfassung sind den Bewegungen aber andere Schwerpunkte im pastoralen Wirken möglich.
Als gegenseitige Ergänzung machen die neuen Bewegungen gemeinsam mit Pfarren und Ordensgemeinschaften die Vielfalt kirchlichen Lebens aus; sie verstehen sich selbst als Teil im Ganzen der Kirche Jesu Christi.
Die Serie war ein Versuch, einen Blick auf wichtige Mosaiksteine zu werfen, die die Kirche in ihrer bunten Vielfalt und zugleich in ihrer Welt umspannenden Einheit mit ausmachen.
(H. Tatzreiter)