Ausgabe Nr. 06 - 12.02.2012
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GCL: Hören und handeln
In Folge 17 unserer Movimenti-Serie präsentieren wir die ”Gemeinschaft Christlichen Lebens“. Diese geistliche Bewegung weiß sich dem Geist der Exerzitien des hl. Ignatius von Loyola verpflichtet.

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GCL-Gruppen gibt es in 60 Ländern auf allen fünf Kontinenten (Welttreffen 2003 in Nairobi/Kenya).

Die ”Gemeinschaft Christlichen Lebens“ (GCL) ist eine weltweite geistliche Gemeinschaft in der katholischen Kirche. Ihre Wurzeln liegen im 16. Jahrhundert. Schon die ersten Jesuiten formten um 1540 Gruppen von Laien, gewissermaßen Vorläufer der heutigen GCL-Gruppen. 1563 entstand in Rom durch die Initiative des flämischen Jesuiten Jean Leunis die erste Kongregation am Römischen Kolleg. Er wollte den Schülern – den Laien – die Spiritualität des neuen Ordens zugänglich machen. Die neuen entstehenden Gruppen suchten aus dem Geist der Exerzitien des hl. Ignatius von Loyola heraus nach neuen und wirksamen Antworten auf die religiösen, sozialen und politischen Nöte ihrer Zeit. Was ihrem Leben und Glauben eine innere Einheit und Dynamik gab, sind die Exerzitien.

Als Namen wählten sie die Bezeichnung ”Marianische Kongregation“ (MK). Im Gefolge der Ausbreitung der Gesellschaft Jesu wuchsen auch die Marianischen Kongregationen. Mit der Aufhebung des Jesuitenordens 1773 verloren die Gruppen trotz bzw. wegen eines sprunghaften Wachstums im 19. und 20. Jh. viel von ihrer ursprünglichen Kraft und ihrem geistlichen Profil. Im 20. Jh. begann man wieder nach den ignatianischen Wurzeln zu suchen. 1967 wurden neue Allgemeine Grundsätze erarbeitet und der Bewegung der Name GCL gegeben.

Die GCL besteht aus Gruppen, in denen Ehepaare und Einzelne, Laien und Geistliche den Weg des Glaubens mit miteinander gehen: Die Mitglieder bemühen sich, aus ihrer Verbundenheit mit Christus, aus dem täglichen Hören auf das Wort Gottes in alltäglicher Begegnung, Meditation, Gebet und der Feier der Eucharistie ihr Lebenszeugnis für das Evangelium zu geben. Dabei sind sie hellhörig für alle Fragen des Lebens (Familie, Beruf, Gesellschaft, Kirche ...) und tauschen ihre Erfahrungen aus. Weitergabe der Botschaft Jesu bedeutet für sie den Einsatz für Gerechtigkeit und Frieden, für Entwicklung und Befreiung des ganzen Menschen und aller Menschen.

Vielfältiger Einsatz
GCL-Gruppen arbeiten in ihrem konkreten Einsatz sehr verschieden: in Manila anders als in New York, ein Arbeiter anders als ein Arzt, eine Studentengruppe anders als eine Familiengruppe.

GCL-Gruppen gibt es in mehr als 60 Ländern in Afrika und Asien, in Nord- und Lateinamerika, in Australien und in Europa, auch bei uns in Österreich.

Alle fünf Jahre findet ein Welttreffen statt, bei dem in Gemeinschaft die Ausrichtung für die nächste Zeit erbetet und entschieden wird. Zwischen einzelnen Ländern gibt es Partnerschaften, derzeit auch zwischen Österreich und Ecuador in einem Projekt, gemeinsam in den Slums von Guayaquil Häuser zu bauen

Info und Kontakt

GCL-Sekretariat
Bäckerstraße 18
1010 Wien

E-Mail: gcloe@nusurf.at

Tel: 0699/13 92 30 16 (Ulrich Treipl)

12.08.2005

Kurz notiert

Gold für CD der Mönche

Vorzeitige Weihnachtsfreude gab es bei den Heiligenkreuzer Mönchen: „Wir feiern, dass unsere CD ,Chant – Amor et Passio’ in nur fünf Wochen Goldstatus erreicht hat”, berichtete P. Karl Wallner, Leiter des neuen, klosterinternen Musiklabels „Obsculta-Music”.

Der Erfolg zeige, dass es eine Sehnsucht der Menschen nach geistlicher Musik gebe, so P. Karl: „Der gregorianische Choral hätte nicht so lange überlebt, wenn in ihm nicht etwas Zeitloses und Göttliches stecken würde.”

Weitere Infos: www.stift-heiligenkreuz.org