Ausgabe Nr. 37 - 12.09.2010
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Ehe braucht Vernetzung
In Folge 21 unserer Movimenti-Serie präsentieren wir diesmal die Equipes Notre-Dame. Die Erfahrung der Mitglieder dieser Laienbewegung ist, dass Ehe weit mehr als bloß ”Privatsache“ist.

© Equipes Notre-Dame
Einander stützen: in den Equipes Notre-Dame.

”Ehe ist nicht, Ehe wächst“, lautet ein Motto der kirchlichen Laienbewegung ”Equipes Notre-Dame“ (END). Jedoch machen das gesellschaftliche Umfeld, die Arbeitsbedingungen und der damit verbundene Stress das Wachstum und das Gelingen einer Partnerschaft nicht einfach. In den Equipes Notre-Dame versuchen Ehepaare, ihre Freude aus der Kraft des Glaubens miteinander zu teilen, Freundschaft zu pflegen und einander zu stützen. Die Gruppen bestehen aus drei bis sechs Ehepaaren. Die Mitglieder schätzen besonders, frei über alle Fragen und Themen im gegenseitigen Vertrauen sprechen zu können, miteinander beten zu lernen und in der Heiligen Schrift die Wegbegleitung Gottes im Alltag zu entdecken und zu erfahren. Dadurch können Lebensfreundschaften wachsen, die auch den ”Stürmen des Lebens“ standhalten. Die Gruppen kommen möglichst monatlich zusammen – zu einem einfachen Mahl, zum Gedankenaustausch und zum Gebet. Die Gruppen werden von Priestern geistlich begleitet, die diesen Dienst auch als Bereicherung ihrer eigenen Lebenserfahrung sehen.

Weltweite Verbindung
Die einzelnen Gruppen stehen aber nicht für sich, sondern sind mit anderen in derselben Stadt, im selben Bundesland vernetzt. Sie bilden einen ”Sektor“: So ist es auch leichter, Besinnungs- oder Einkehrtage, Exerzitien, aber auch Tagungen, Fahrten oder Festfeiern zu organisieren. Die Sektoren in einer Region sind wiederum miteinander verbunden – etwa durch Monatsschriften. Die Gruppen und Sektoren der END wissen sich auch weltweit vernetzt: Der gesamten Bewegung gehören heute mehr als 50.000 Ehepaare in über 60 Ländern auf allen Kontinenten an. Das nächste Internationale Treffen wird von 2. bis 5. Dezember 2005 bei den Schulbrüdern in Wien-Strebersdorf stattfinden.

Anfänge im Paris der 30er Jahre
Die Equipes Notre-Dame sind eine relativ junge kirchliche Laienbewegung: Die Initaitive ging von einigen Ehepaaren in Paris Ende der 30er Jahre aus. Gemeinsam mit dem Priester Abbé Caffarel († 1996) kam es am 25. Februar 1939 zur ersten Gruppenzusammenkunft in Paris. 1945 waren die Gruppen bereits so zahlreich, dass es eigener Statuten bedurfte. Ende der 50er Jahre fassten die END auch im deutschsprachigen Raum Fuß, bald wurden sie zu einer weltweiten Bewegung.

Wie der Name Equipes Notre-Dame deutlich macht, ist für die Mitglieder die Gottesmutter Maria das große Vorbild: In ihrem Mut, ihrem Vertrauen in Gottes Führung, ihrer Fähigkeit zu lieben und solidarisch mit den Hilfsbedürftigen zu sein, geht sie ihnen voran.

Info und Kontakt

Equipes Notre-Dame (END) Österreich:
Dkfm. Franz Jung
Jedlerseerstraße 54
1210 Wien
Tel: 01/272 51 56
E-Mail: grete.schmidt@onemail.at
oder
E-Mail: e.p.petrik@utanet.at

10.09.2005

Kurz notiert

Faire Tüte sichert Schulbildung

Die Initiative „Fairtrade” ruft dazu auf, in die zum Schulanfang gern geschenkten Schultüten vor allem fair gehandelte Süßigkeiten zu füllen.

„Jetzt zu Schulbeginn gibt es mit dem Kauf von Fairtrade-Produkten eine gute Möglichkeit, auch Kindern in Entwicklungsländern eine Chance auf Schulbildung zu geben”, sagt Hartwig Kirner, Geschäftsführer von „Fairtrade Österreich”.

Der faire Handel stelle sicher, dass Bauernfamilien profitieren und es sich so leisten können, ihre Kinder in die Schule zu schicken.