Ausgabe Nr. 35 - 31.08.2014
Kardinal Franz König - Erinnerungsbilder


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Kleines Kirchen-ABC: Quatember
von lat. Quattuor tempora, ”vier Zeiten“. Die ”Bitt- und Quatembertage“ sollen der Erneuerung der Gemeinden und der Umkehr und Erneuerung des Einzelnen dienen.

Quatember von lat. Quattuor tempora, ”vier Zeiten“.

Die ”Bitt- und Quatembertage“ sollen der Erneuerung der Gemeinden und der Umkehr und Erneuerung des Einzelnen dienen. Jede der vier Zeiten (ca. zu Beginn der Jahreszeiten) ist mit einem bestimmten Thema und einer Aktion verbunden. Diese wurden – ebenso wie die genauere zeitliche Festsetzung – 1972 von der Österreichischen Bischofskonferenz festgelegt.

  • Erste Woche im Advent: Frieden für die Welt (Aktion: Bruder in Not).
  • Erste Woche der Fastenzeit: Brot für alle Menschen (Aktion: Familienfasttag).
  • Die Woche vor Pfingsten: Geist und Wahrheit (Aktion: Verkündigung, Gebet um die Gaben des Geistes, Massenmedien).
  • Erste Woche im Oktober: Gemeinde konkret (Aktion: Beginn des Arbeitsjahres, Planung, Pfarrversammlung).

Eine durchgängige Thematik in allen vier Quatemberwochen sind die geistlichen Berufe, für die jeweils zumindest in einem Gottesdienst gebetet werden soll. Innerhalb der Quatemberwoche kann die Feier auf einen Tag konzentriert werden. –


Die Quatemberwochen sind eine alte kirchliche Tradition. In vier Wochen um den Beginn der Jahreszeiten wurden jeweils drei Tage durch Fasten hervorgehoben. Der nicht restlos gekärte Ursprung liegt in Rom und kann bis ins 3. Jh. zurückverfolgt werden. Spätestens zu Zeiten von Papst Leo I. († 461) waren die Quatembertage in Rom fest etabliert.

Ein Zusammenhang mit römischen Aussaat- und Ernteterminen wird vermutet; die Quatembertage könnten eine christliche Reaktion auf heidnische Erntefeste gewesen sein.

16.01.2009