 ”Apostelgeschichte“ hier und heute: Von 2008 bis 2010.
|
|
”Wir können unmöglich schweigen über das, was wir gesehen und gehört haben“
(Apostelgeschichte 4,20). ”Wovon sind wir so erfüllt, dass wir unmöglich
schweigen können?“ – diese Frage von Kardinal Christoph Schönborn ist
gleichsam das Leitwort des diözesanen Prozesses ”Apostelgeschichte 2010“
(”Apg 2010“), der mit dem ”Hirtenbrief“ des Kardinal startete und mit der
”Missionswoche“ im Mai 2010 einen Höhepunkt erfährt. ”Apg 2010“
steht für ”Apostelgeschichte“ (jenen Teil der Bibel, in dem die Anfänge der
Mission der Kirche beschrieben werden) und das Jahr 2010. Mit ”Apg 2010“
soll die Apostelgeschichte im ”Hier und Heute“ der Erzdiözese
weitergeschrieben werden.
In seiner sehr persönlichen Antwort weist Kardinal Schönborn im
”Hirtenbrief“ daraufhin, dass für ihn die ”Freundschaft mit Jesus“ die
”Grundmelodie“ seines Lebens geworden sei. Mission sei für ihn immer die
Einladung an andere, ”das Glück dieser Freundschaft mit Gott
kennenzulernen“.
”Alle“ machen mit
Ein Ziel von ”Apg 2010“ ist es, ”dass alle Einrichtungen der Erzdiözese Wien
ein für sie passendes Missionsprojekt im Mai 2010 durchführen“, erläutert
Pastoralamtsleiter Michael Scharf. Wichtig ist ihm, dass ”alle“ mitmachen –
von der Gefängnisseelsorge bis hin zur kleinsten Pfarre. Und vor allem: Dass
das Missionsprojekt ”ein passendes“ ist. Da sei viel ”Kreativität und
Hirnschmalz“ gefragt, ist Scharf überzeugt. Denn jede Pfarre und Einrichtung
der Erzdiözese stehe vor einer spezifichen pastoralen Herausforderung.
Konkret: Die Seelsorge im Krankenhaus etwa soll überlegen: ”Was ist gut und
richtig für meine Kranken?“ Und jede Pfarre: ”Was ist bei uns vordringlich?“
Scharf: ”In der kleinen pastoralen Einheit soll im Mai 2010 Missionarisches
geschehen...“
”Vier“ Schritte
Ein erster Schritt zur Hinführung auf das Thema von ”Apg 2010“ ist der
”Hirtenbrief“, und die Auseinandersetzung mit den Inhalten, betont Andrea
Geiger, Gesamtkoordinatorin von ”Apg 2010“. Dazu gebe es eine Menge
Informationsveranstaltungen, besonders auch auf dekanatlicher Ebene. Ein
Traumziel der Verantwortlichen: ”Dass die Pfarren über den Hirtenbrief reden
und sich fragen: Was heißt das für unser Missionsprojekt?“, so Geiger. Ein
zweiter Schritt ist die ”Diözesan-Wallfahrt“ – ”Mit Paulus in Rom“ vom 30.
April bis 4. Mai 2009. Der gesamte missionarische Prozess ”Apg 2010“ müsse
auch im Gebet getragen werden, unterstreicht Pastoralamtsleiter Scharf. Ein
dritter Schritt sind die insgesamt drei ”Diözesanversammlungen“ (siehe
Kasten). Scharf: ”Es gibt dabei ein Forum der Ideen, dazu Vorträge und
Inputs. Es soll jeweils ein kreatives, betendes, austauschendes
Zusammenkommen sein.“ Der vierte und letzte Schritt betrifft schließlich die
”Missionswoche“ im Mai 2010.
”Weg der Mission“
Die Erfahrungen der letzten Jahre in der Erzdiözese Wien – von der großen
”Wiener Stadtmission“ über den ”Weinviertler Pilgerweg“ bis zur ”Langen
Nacht der Kirchen“ – hätten viele ermutigt, ”den Weg der Mission bei uns neu
zu entdecken“, betont der Erzbischof: ”Mit dem Prozess ,Apostelgeschichte
2010‘ lade ich Sie alle ein, diesen begonnenen Weg gemeinsam diözesanweit zu
gehen“. Die Zielsetzung von ”Apostelgeschichte 2010“ – Menschen für Christus
gewinnen – bleibe ein ”Dauerauftrag“ für die Kirche – und die
Katholiken.
Der Zeitrahmen
- 2008 – Information und Auseinandersetzung:
”Hirtenbrief“.
- 2009 – Auseinandersetzung-Vertiefung-Sammlung:
30. April bis 4. Mai: Diözesan-Wallfahrt
– ”Mit Paulus in Rom“.
19. September: ”Paulus in Wien“.
22. bis 24. Oktober: 1. Diözesanversammlung.
- 2010 – Sammlung-Vertiefung-Sendung:
11. bis 13. März: 2.
Diözesanversammlung.
13. bis 23. Mai: Novene.
24. bis 30. Mai: Missionswoche in der Erzdiözese.
14. bis 16. Oktober: 3. Diözesanversammlung.
Wo es den ”Hirtenbrief“ gibtErhältlich
ist der ”Hirtenbrief“ in den Pfarren der Erzdiözese oder im Büro von ”Apg
2010“, Spiegelgasse 3,
1010 Wien;
Tel: 01/51 552-3594,
Fax: 01/51 552-2555 oder
per E-Mail: apg2010
@edw.or.at oder
via Internet unter: »www.apg2010.at«
Diesen Bericht von Stefan Kronthaler lesen Sie auf Seite I der aktuellen
Ausgabe von "Der Sonntag" Nr. 45 vom 9. 11. 2008 (erhältlich in Ihrer
Kirche).
07.11.2008 |