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Das Faszinierende an Rom ist, dass an allen Ecken und Enden die antike Historie zu spüren ist. Zum Beispiel die Engelsburg, auf die ich drei Wochen lang aus meinem Büro blickte – ein Mausoleum für Kaiser Hadrian, gebaut im Jahr 130. Später nutzten die Päpste das massive Gebäude in Krisenzeiten als Festung.
Ein Gang durch das historische Stadtzentrum führt zur Piazza Navona. Sie strahlt durch die vielen Straßenkünstler und Touristen ein besonderes Flair am Abend aus. Einst stand hier eine Vergnügungsstätte: der unter Domitian erbaute Circus. Auf Tribünen konnten 20.000 Zuseher Gladiatorenkämpfen folgen.
Beinahe um die Ecke ist das Pantheon. Ein antiker Tempel, der erhalten ist, so wie er einst gebaut wurde. Sämtliche Kirchenkuppeln seit der Renaissance gehen darauf zurück. Anfang des 7. Jh. schenkte Kaiser Phokas das Pantheon Papst Bonifaz IV. Dieser adaptierte den Bau, trieb die heidnischen Geister aus und weihte ihn allen christlichen Märtyrern.
Tausend Jahre später ließ Papst Urban VIII. die Bronzeverkleidung der Vorhalle entfernen. Daraus wurde der 93 Tonnen schwere Baldachin für den Hauptaltar des Petersdoms gefertigt.
Das eindruckvollste Monument des antiken Roms ist das Kolosseum. Das Amphitheater wurde von zeitweise 40.000 Sklaven erbaut. Fertiggestellt im Jahre 80, fasste es 70.000 Personen. Da viele Christen bei den großen Verfolgungen im Kolosseum umkamen, wurde es im 16. Jh. allen Märtyrern geweiht, seit 1720 schreitet alljährlich der Papst am Karfreitag hier den Kreuzweg ab.
Die Liste antiker Sehenswürdigkeiten ist unendlich fortsetzbar. Einiges konnte ich hier neben meiner beruflichen Tätigkeit besichtigen.
(red)