Statt den Fischen ein Netz

Mit der „Aktion Familienfasttag” unterstützt die Katholische Frauenbewegung benachteiligte Frauen in den
Ländern des Südens.
 In Selbsthilfegruppen ermutigen sich die Frauen gegenseitig zu Weiterbildung und dem Eintreten für ihre Rechte.
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Frauen zur Selbsthilfe zu ermächtigen ist das Ziel der „Aktion Familienfasttag” der Katholischen Frauenbewegung Österreichs (kfbö), die seit Aschermittwoch in allen Diözesen Österreichs läuft.
Mit den Spenden, die die kfbö bei Fastensuppen-Essen sammelt, werden heuer u. a. Projekte in der südostindischen Region Westbengalen unterstützt.
Mit der „Aktion Familienfasttag” führt die kfbö alljährlich eine Bildungskampagne in Österreich durch, die die Situation der Menschen vor Ort deutlich macht. „Ein nächster Schritt ist unser Aufruf zur Solidarität und zum Teilen. Wie Dorothee Sölle sehen auch wir in unserer Spiritualität den Anlass für unser Handeln”, betont kfbö-Vorsitzende Margit Hauft.
Durch die Zusammenarbeit mit Personen und Organisationen vor Ort, die die Situation in Indien gut kennen, setzt die kfbö Hilfsleistungen für Frauen konkret um.
Die kfbö fördert Bildungsprogramme über Gesundheitsvorsorge und Hygienemaßnahmen sowie Ernährung, Wasserqualität und biologische Landwirtschaft.
 Mädchen werden mit Bildungsprogrammen unterstützt.
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In West-Bengalen leben 77 Prozent der Bevölkerung unter der Armutsgrenze. 70 Prozent sind Analphabeten; Frauenhandel und Naturkatastrophen sind weitere Probleme. Mit der kfbö kooperiert die Diözese von Baruipur in der Nähe von Kolkata (Kalkutta).
„Wir wollen den Leuten keinen Fisch geben, sondern eine Angel oder ein Netz, damit sie selbst aktiv werden können”, sagte der Bischof von Baruipur, Salvadore Lobo, bei einem Pressegespräch in Wien.
Begleitet wurde Bischof Lobo von Father Soosaiappan, dem Direktor von Palli Unnayan Samiti (PUS), der staatlich registrierten Sozial und Entwicklungsabteilung der Diözese Baruipur. Diese organisiert mit Hilfe der Spendengelder aus der „Aktion Familienfasttag” Aufklärungsprogramme und Kampagnen gegen Frauen- und Kinderhandel.
Father Soosaiappan: „Menschenhändler durchstreifen die Dörfer und locken junge Mädchen mit Versprechen für einen Job. Sie landen meist in der Prostitution.” Die Aufklärungsarbeit geschieht in Frauen-Selbsthilfegruppen. Allein in der Diözese Baruipur gibt es über 3.000 davon. PUS hilft auch bei der Reintegration von Opfern des Menschenhandels.
Die „Aktion Familienfasttag 2010” hilft auch durch Frauen-Projekte auf den Philippinen und in Kolumbien. Traditionell wird der zweite Freitag in der Fastenzeit (26. Februar) als Familienfasttag begangen. Am Sonntag, 28. Februar, wird in den meisten Pfarren Österreichs mit von Frauen gekochten Fastensuppen für die Aktion gesammelt.
(red)
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