Ausgabe Nr. 20 - 20.05.2012
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Es war der Papst
Unter dem Titel „Gelebte Einheit in Vielfalt” steht das viersprachige „Jahrbuch” der Diözese Eisenstadt.

© Viktor Hergovich
Trausdorf: Papst Johannes Paul II. und Diözesanbischof Stephan László.

Mit einem Stück Enthüllungsjournalismus rund um den Papstbesuch 1988 in Trausdorf wartet der Publizist Franz Hummer in seinem Jahrbuch-Beitrag auf.

Er weist darauf hin, dass der Eiserne Vorhang, die befestigte Grenze zu Osteuropa, nicht erst zur „offiziellen Wende” in den Jahren 1989 / 90 fiel.

Der Besuch von Papst Johannes Paul II. scharf an der Grenze zum damals kommunistischen Osten sowie das beharrliche Streben des ersten burgenländischen Diözesanbischofs Stephan László brachten für Zehntausende aus Ungarn, aber auch aus den damaligen Staaten Tschechoslowakei und Jugoslawien Reisefreiheit. Die Grenze war durchlässig geworden.

Der Autor – er war in die Vorbereitung mehrerer Papstbesuche in Österreich führend involviert – gibt Einblicke in die dramatischen Stunden am Rande einer Konferenz der kommunistischen Partei in Budapest, die das ersehnte Ergebnis brachten.

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Das Burgenländische Jahrbuch kann zum Preis von 6 Euro bestellt werden: michaela.hellmann@martinus.at, Telefon 02682/777-247.

Das Burgenländische Jahrbuch 2012 bringt erstmalig einen ausführlichen Teil in den Sprachen aller Volksgruppen des Landes: Kroaten, Ungarn und Roma. Diözesanbischof Ägidius J. Zsifkovics nennt dies in seinem Vorwort „eine große Freude und ein Anliegen”. Die Diözese Eisenstadt zeigt damit ihre Vielfalt und bringt den Volksgruppen auf diese Weise Wertschätzung und Unterstützung entgegen.

Auf 208 Seiten präsentiert sich das Burgenländische Jahrbuch 2012 als „Lesebuch, Nachschlagewerk und spiritueller Impulsgeber”, sagt der neue Chefredakteur, Franz Josef Rupprecht.

Das Kalendarium – Herzstück der Publikation – bringt sechs sehr persönliche Auseinandersetzungen mit der Heiligenverehrung einer prominenten Autorin: Gabriele Neuwirth, Präsidentin des Verbandes katholischer Publizistinnen und Publizisten Österreichs.

Am Rande des früheren jüdischen Viertels von Eisenstadt wird in der Kapelle des „Hauses der Begegnung” die Europa-Patronin Edith Stein verehrt. Ihr ist ein Kapitel gewidmet mit Worten von Bischof Zsifkovics und Programmpunkten im Gedenkjahr der großen „Jüdin, Christin und Frauenrechtlerin”.

Ein roter Faden ist das Unterwegs-Sein. Berührend erzählen u. a. zwei Spitzenvertreter der kirchlichen Öffentlichkeit, wie sie letzte Stunden mit dem kürzlich verstorbenen griechisch-orthodoxen Metropoliten von Austria Michael Staikos verbringen durften: Der Superior von Mariazell, P. Karl Schauer, empfing den Ostkirchenbischof zu einer letzten Wallfahrt im steirischen Gnadenort. Der Pressesprecher von „Pro Oriente”, Erich Leitenberger, begleitete Staikos bei einer Ausfahrt nach Bratislava/Pressburg.

Mit einem Augenzwinkern legt eine Comiczeichnung von Christian Romanek die Bibel aus – im Mittelpunkt steht der Wahlspruch von Diözesanbischof Zsifkovics aus Joh 2,5 – „Was er euch sagt, das tut”.

(red)

26.01.2012

Kurz notiert

Anglikaner konvertieren

­­In Großbritannien sind nach Vatikanangaben zu Ostern rund 220 Anglikaner zur katholischen Kirche übergetreten. Unter ihnen waren 20 Priester, wie die Zeitung „Osservatore Romano” berichtet.

Im Süden Londons wechselt fast die Hälfte einer anglikanischen Gemeinde gemeinsam mit ihrem Pfarrer zur katholischen Kirche.

Der 63-jährige Priester Donald Minchew aus Croydon kehrte der anglikanischen Kirche aus Protest gegen Frauenpriestertum und Zulassung von Bischöfinnen den Rücken.