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Mit einem Festgottesdienst in der Mariazeller Basilika ist am Fest „Mariä Aufnahme in den Himmel” die Jugendwallfahrt zu Ende gegangen. Sie stand unter dem Motto „Voll leben”.
Kardinal Schönborn legte in seiner Predigt den jungen Pilgernden das Lebensbeispiel Marias an Herz: Maria habe aus dem Glauben heraus und im Vertrauen auf Gott „voll gelebt”. Und doch habe auch sie möglicherweise Zweifel gehabt: „Zweifel sind normal und legitim”, sagte Schönborn und rief zugleich die Jugendlichen auf, im Vertrauen auf Gott mutig Lebensentscheidungen zu treffen.
Mit Kardinal Schönborn feierten in der berstend vollen Basilika u. a. die Bischöfe Klaus Küng, Christian Werner, Franz Scharl, Franz Lackner und Stephan Turnovszky. Der Gottesdienst wurde – wie auch die ganze Wallfahrt – von der Katholischen Jugend, dem Mittelschülerkartellverband (MKV) und Jugendgruppen von kirchlichen Erneuerungsbewegungen gestaltet.
Kardinal Schönborn stellte nach Abschluss der Wallfahrt ein „wachsendes Miteinander” zwischen den einzelnen kirchlichen Gruppierungen fest: „Die Jugendlichen können besser miteinander, als das oft bei der älteren Generation der Fall ist, wo sich die verschiedenen Gruppierungen und Bewegungen oft sehr schwer miteinander tun.”
Bischof Kapellari und die Jugendlichen aus der Steiermark und Kärnten wurden auch von Bischof Alois Schwarz und Weihbischof Franz Lackner begleitet. Kardinal Christoph Schönborn und Weihbischof Franz Scharl waren mit den Wiener Jugendlichen unterwegs; Bischof Iby und Jugendbischof Stephan Turnovszky mit den Jugendlichen aus dem südlichen Niederösterreich und dem Burgenland.
Die Jugendlichen aus Westösterreich wurden schließlich von den Bischöfen Ludwig Schwarz, Manfred Scheuer, Alois Kothgasser, Klaus Küng und Anton Leichtfried begleitet.
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Zu einem „vollen Leben” aus christlichem Glauben hat der Grazer Bischof Egon Kapellari die Jugend ermutigt. Jesus Christus möchte, „dass ihr nicht irgendwie, sondern voll leben könnt”, sagte Kapellari am Freitag während der Jugendwallfahrt nach Mariazell.
Dazu gehöre, dass Religiosität nicht nur in einem „flüchtigen Kontakt”, sondern in Einübung und „Training” entfaltet wird.
Der Kärntner Bischof Alois Schwarz rief die Jugendlichen in seiner Predigt auf, sich ganz auf Gott einzulassen: „Vertraut darauf, dass Gott euch zu einem vollen Leben führen will.”
Die Kirche sei unersetzbar für ein Leben in Fülle und hier, in Mariazell, werde dieser Tage eine junge Kirche sichtbar, so Schwarz: „Ich weiß, als Bischof muss ich manchmal das Aufbegehren der Jugendlichen durchhalten.” Im gegenseitigen Ernstnehmen, Diskutieren, miteinander Beten und Eucharistie Feiern entstehe ein Raum der Vertrautheit, der hineinführe in die Gemeinschaft der Kirche. Schwarz: „Wir sind eine lebendige Gemeinschaft in Respekt vor der jeweils anderen Lebensphase.”
Am Samstagvormittag standen Katechesen der Bischöfe auf dem Programm: Kardinal Christoph Schönborn erzählte über seine „Freundschaft mit Jesus”. Das Thema „Ja zum Leben” hat Bischof Klaus Küng aufgegriffen. Bischof Manfred Scheuer versuchte, seinen jugendlichen Zuhörern die Begriffe Himmel, Hölle und Fegefeuer zu erklären, und sprach vom Himmel als „endgültig geglückte Identität”, doch gebe es in jedem Leben Brüche. Im Tod werde das Ganze einer Lebensgeschichte unter den Maßstab Jesu gestellt.
(red)