Zurück ins „normale” Leben © kathbild.at/Rupprecht

In der Wohngemeinschaft des „VinziRast – Corti Hauses” in Wien-Meidling lernen ehemals Alkoholkranke wieder ein „ganz normales Leben” zu leben.

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Kardinal Christoph Schönborn im Gespräch mit Bewohnern der Vinzi-WG.

Es ist die neueste Initiative der Vinzengemeinschaft St. Stephan in Wien: Die Wohngemeinschaft des „VinziRast – Corti Hauses” in in der Wilhelmstraße 2 in Wien-Meidling.

Hier finden ehemals obdachlose Menschen, die nach Alkoholentzug oder Therapie abstinent leben und einander dabei unterstützen wollen, wieder ein Zuhause. „Es ist dies eine Initiative, die Menschen hilft, wieder ein normales Leben zu führen”, betont Kardinal Christoph Schönborn, der die Einrichtung besucht und gesegnet hat.

Die Bewohner der Wohngemeinschaft des „Corti Hauses” leben wie in einer Familie und bekommen „so wenig fachliche Betreuung wie möglich, aber so viel wie nötig”. Ziel ist, dass die Bewohner den Alltag alleine bewältigen. Dazu gehört Haushaltsführung genauso wie eine sinnvolle Beschäftigung, Freundschaften pflegen und gemeinsame Freizeitgestaltung.

Wenn dieses Gemeinschaftsleben gelingt und Stabilität ins Leben bringt, ist die Gefahr, dass der Alkohol wieder als Trostquelle genutzt wird, nicht mehr ganz so groß.

Die Begleitung der Wohngemeinschaft erfolgt durch ehrenamtliche MitarbeiterInnen, die für Gespräche und gemeinsame Freizeitaktivitäten da sind. Die medizinisch-therapeutische Begleitung wird von Prof. Otto Lesch, Psychiater und Neurologe an der Universitätsklinik Wien, und seinem Team übernommen. Damit ist schnelle Krisenintervention bei Rückfällen gesichert.

Helfen, nicht werten

Mit der Wohngemeinschaft in der Wilhelmstraße 2 stellt die Vinzenzgemeinschaft St. Stephan neben der Notschlafstelle und dem Übergangswohnhaus für ehemals obdachlose Menschen ein drittes wichtiges Angebot für bedürftige Menschen zur Verfügung, so Cecily Corti, Leiterin und Obfrau des des Vereins Vinzenzgemeinschaft St. Stephan, des Trägervereins des VinziRast-CortiHaus.

„In unserem Tun und Denken leiten uns Liebe zum Menschen, Vertrauen, Achtsamkeit, Freude, Eigenverantwortung, Mut und die Bereitschaft zur Versöhnung. Wir nehmen jeden Menschen in seiner Einzigartigkeit an”.   

(red)

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