Ausgabe Nr. 06 - 12.02.2012
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Miteinander unter einem Dach
Die Mitglieder der Gemeinschaft B.R.O.T. leben eine besondere Form des gemeinschaftlichen Wohnens auf christlicher Basis.

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Die Gemeinschaft B.R.O.T. in Kalksburg Mai 2009 - viele Generationen leben miteinander unter einem Dach und profitieren voneinander.

Am Anfang stand eine Gebetsrunde der Pfarre Kalvarienbergkirche, Wien 17. Der damalige Pfarrer, Prälat Johann Koller, hatte sie im Zuge der Gemeindeerneuerung, die er gestartet hatte, initiiert.

„Wir hatten schnell Freude an dieser freundschaftlichen Nähe, an der Erfahrung, wie gut man sich im gemeinsamen Gebet vertragen kann und wie schön es war, danach noch beisammen zu sitzen, miteinander zu essen und  zu reden, ” erzählt Helmuth Schattovits, Initiator, Mitbegründer und Mitglied der Gemeinschaft B.R.O.T.-Hernals und unter anderem langjähriger Direktor des Institutes für Ehe und Familie der Österreichischen Bischofskonferenz und Begründer und Direktor des Österreichischen Institutes für Familienforschung.

„Im Laufe der Gebetsrunden entstand dann die Idee, dass wir diese Gemeinsamkeiten ja noch viel einfacher ,haben’ könnten, wenn wir miteinander unter einem Dach lebten – eine besondere Form des gemeinschaftlichen Wohnens auf christlicher Basis. Menschen verschiedener Generationen die in einer Gemeinschaft unter einem Dach leben und dabei voneinander profitieren.”

Der Name für diese Gemeinschaft war bald gefunden. „Brot ist eine Lebensnotwendigkeit und vom Begriff Brot kamen wir dann zu den einzelnen Buchstaben: Beten, Reden, Offensein, Teilen – das alles sollten Grundpfeiler unsere Wohngemeinschaft sein,” sagt Helmuth Schattovits. Trotzdem ist die Gemeinschaft B.R.O.T. kein religiöses Projekt.

„Es ist vielmehr so: Die Religion hat geholfen, dass wir uns trauen, so eine Gemeinschaft unter anderem als Antwort auf die drängende gesellschaftliche Frage zu gründen, wie dem zunehmenden Verschwinden der Großfamilie in der Gesellschaft entgegen gewirkt werden kann.”

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Das 15-Jahr-Jubiläum der Gemeinschaft in Hernals wurde mit einer Festmesse gefeiert.

Im Jahre 1987 stellte die  Pfarre Kalvarienbergkirche dem neu gegründeten gemeinnützigen „Verein Gemeinschaft  B.R.O.T.” zur Errichtung eines Hauses ein Grundstück zur Verfügung. Gebaut wurde mit Hilfe der öffentlichen Wohnbau- und anderer Förderungen.

Zu den Wohnungen und Gemeinschaftseinrichtungen entstanden auch Räumlichkeiten für die Jugendgruppen der Pfarre, die zudem den Spielplatz im Garten mitnutzen können.
 
Familien und Alleinerziehende, Ehepaare und Einzelpersonen von 3 bis 90 Jahren wohnen in den 26 Wohnungen des Hauses. Das B.R.O.T.-Haus gehört zu den ersten Projekten intergenerativen Wohnens von Familien und Alleinlebenden in Österreich.

„Ich war von Anfang an überzeugt davon, dass es funktioniert”, erzählt Helmuth Schattovits. „Natürlich: Im Alltag muss man manchmal ganz genau danach suchen, wie es funktionieren kann. Aber das gehört dazu. Man darf einfach, wenn Probleme auftauchen, nicht aufgeben. Die Erfahrung zeigt: Es gibt für alles eine Lösung. Und unser Gemeinschaftsleben ist davon geprägt, unseren Alltag im Vertrauen auf die Zusage Jesu zu meistern.”

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Beten, Reden, Offensein, Teilen - B.R.O.T. unter einem Dach.

Seit 2006 besteht eine weitere Gemeinschaft B.R.O.T., die in Kalksburg mit Unterstützung und nach dem Vorbild der Gemeinschaft B.R.O.T. Hernals ein Wohnheim errichtet hat, das seit Jänner 2010 besiedelt worden ist.

Nun soll auch in der Seestadt Aspern ein B.R.O.T.-Haus entstehen. „Es soll dieses Mal ein interreligiöses Wohnheim sein”, erklärt Helmuth Schattovits, der auch bei der Entstehung des Hauses in Aspern sein ganzes Wissen und seine ganze Erfahrung einbringt: „Ich denke, dass das möglich ist und dass auch hier wieder alle voneinander – vielleicht in anderer Art und Weise – profitieren werden.”

Maximal 35 Wohneinheiten sollen in der Seestadt entstehen. Die ersten InteressentInnentreffen haben bereits stattgefunden; innerhalb der nächsten Monate soll sich der neue Verein konstituieren. Wer Interesse hat, in der Gemeinschaft in dem neu entstehenden Haus in Aspern zu wohnen, hat beim nächsten Interessententreffen am 17. September Gelegenheit sich zu informieren (siehe Kasten).

(red)

19.08.2010
Für Interessierte

Nächstes InteressentInnentreffen für das interreligiöse Wohnheimprojekt in der Seestadt Aspern:

17. September, 18.00 Uhr, 1170 Wien, Geblergasse 78, im Haus der Gemeinschaft B.R.O.T.- Hernals.

Nähere Informationen auch unter www.brot-verband.at