 Caritas-Helfer räumen einen Keller aus.
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Freitag, 13. August, Zellerndorf. Das Hochwasser vom 7. August ist von den Straßen verschwunden, zurück blieben vermurte Keller, auch zerstörte Wohnungen.
Maria Spitzer aus Obritz holt ein Entfeuchtungsgerät im Caritas-Büro im Pfarrhof Zellerndorf. „Ich bin sehr dankbar darüber, dass die Caritas solche Geräte hat”, sagt die Frau.
Bei Helga Heidenreich stand das Wasser 1,5 Meter hoch im Keller. Schlamm, wohin man schaut. Die Caritas-Mitarbeiter helfen ihr beim Säubern. „Die Burschen sind sehr fleißig beim Aufräumen”, sagt Heidenreich.
Auch Maria Weiss hatte das Wasser im Keller. Sämtliche Geräte im Keller müssen gereinigt werden, hier laufen zwei Entfeuchtungsgeräte der Caritas. „Die Geräte helfen uns sehr”, sagt sie.
 Dechant Mantler und Caritas-Koordinator Thomas Krottendorfer übergeben ein Entfeuchtungsgerät an Maria Spitzer.
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„Wir erfahren große Unterstützung durch die Pfarre und durch die Gemeinde”, berichtet Caritas-Koordinator Thomas Krottendorfer, der das Caritas-Hochwasser-Büro in Zellerndorf leitet.
Am 8. August, einen Tag nach der Überflutung, war Caritas-Direktor Michael Landau vor Ort und beschloss gemeinsam mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, „sofort zu helfen”. 40 Mitarbeiter und Klienten aus den Caritas-Behindertenwerkstätten in Unternalb und Retz sind seit dem 9. August beim Aufräumen engagiert, sie säubern Keller um Keller, helfen im schlimmsten Fall beim Ausräumen der zerstörten Wohnung.
„Unsere Klienten wollten sofort helfen”, sagt Krottendorfer: „Wir reden oft vom Netzwerk der Nächstenliebe, hier wird es gelebt.” Manchmal geht es „nur” ums Ausräumen und Säubern, manchmal ist auch finanzielle Soforthilfe nötig. Auch eine Psychologin hilft, wenn nötig.
 Die fleißigen Helfer haben sich eine Verschnaufpause verdient.
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„160 Häuser in Zellerndorf sind vom Hochwasser betroffen, davon 40 Wohnungen, der Rest sind Keller und Garagen”, erzählt Dechant Franz Mantler: „Die Schadenssumme beträgt an die 10 Millionen Euro.”
„Der Ruf der Caritas als Hilfsorganisation ist gewaltig gestiegen”, sagt der Dechant: „Die Caritas hilft sofort, die Caritas ist da und bleibt vorläufig bei uns ...” Das Caritas-Büro ist derzeit von Montag bis Freitag von 17 bis 20 Uhr besetzt, ab kommender Woche Montag und Donnerstag von 18 bis 20 Uhr. Hier können die Entfeuchtungsgeräte kostenlos entliehen werden. 91 solcher Geräte stehen zur Verfügung, mehr als 70 sind schon im Einsatz.
In Zellerndorf wird die Caritas in den nächsten Wochen und Monaten gemeinsam mit Dechant Mantler jeden betroffenen Haushalt besuchen.
Die Solidarität ist groß: Am 15. August wurde in den umliegenden Dekanaten bei den Gottesdiensten für die vom Hochwasser Betroffenen gesammelt.
(red)
19.08.2010 |