 Die Plakate der KGI gaben vielen Menschen Impulse, ein neues Leben aus dem Glauben zu beginnen.
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So gut wie jeder kannte sie: die farbigen Spruchplakate, in der markanten Schreibschrift gedruckt, waren fast allgegenwärtig – über 500 verschiedene gab es. Sie hingen an den Schriftständen in Kirchen, in Hauseinfahrten und manchen Gaststätten.
Die kleinen Plakate waren Appelle, ein christliches Leben im Alltag zu führen. Wer sich inhaltlich mit Glaubensfragen auseinandersetzen wollte, konnte gratis die „Glaubensbriefe” beziehen – sie fanden einen großen Leserkreis. Hinter diesen missionarischen Initiativen stand eine Priesterpersönlichkeit mit einer eigenen bewegten Glaubensgeschichte: Msgr. Herbert Madinger.
Der Initiator der „Katholischen Glaubensinformation”, der sein priesterliches Leben ganz der „Heimatmission” gewidmet hatte, verstarb am 5. August, im 89. Lebensjahr.
Der Lebensweg Herbert Madingers, der am 22. Mai 1922 in Wien zur Welt kam, nahm zunächst eine ganz andere Richtung: Nach abgelegter Reifeprüfung begann er das Studium der Technischen Physik, das er nach dem Krieg als Diplomingenieur mit Auszeichnung abschloss.
1945 – in der Kriegsgefangenschaft – kam für Madinger der Wendepunkt, der sein Leben verändern sollte: Bei einer Messfeier im Lazarett, die ein ungarischer Priester feierte, machte er eine aufrüttelnde Erfahrung der Gottesbegegnung.
Fortan auf der Suche nach einem tieferen Leben mit Gott, trat Madinger schließlich ins Wiener Priesterseminar ein und wurde 1953 geweiht.
 Die Plakate riefen zu einem christliches Leben im normalen Alltag auf.
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Er wirkte in Baden, Wien-Fünfhaus und Wien-Reindorf, wo er bis 2006 blieb. Als Religionsprofessor unterrichtete Madinger auch 15 Jahre im 15. Bezirk am Gymnasium in der Diefenbachgasse. Für die fragenden Schüler und die suchenden Menschen begann er, die Glaubensbriefe zu schreiben.
Diese Briefe wurden ab 1965 als „Briefe der Katholischen Glaubensinformation der Erzdiözese Wien” ausgesandt. Zwischen 1973 und 1995 erschienen die Plakate, Anfang der 1980er Jahre die KGI-„Büchlein”, deren rund 60 Bände eine komplette Katechese darstellen.
Seit 1978 gibt es die Rosenkränze und die „Wandermuttergottes” der KGI.
 Msgr. Dr. Herbert Madinger ist im 89. Lebensjahr verstorben.
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Mit den geknüpften Rosenkränzen wollte Madinger mithelfen, dass die Menschen wieder beten lernen und auch durch die Wander-Muttergottes, die für einige Zeit bei Familien Station machte, wurde das gemeinsame Gebet wieder verstärkt gepflegt.
In den 1960er-Jahren begann Madinger auch die Zusammenarbeit der Kongregation der Kalasantiner in Wien-Reindorf. Gemeinsam war das Anliegen der Neu-Evangelisierung, besonders unter den jungen Menschen im Entscheidungsalter.
Dieses Zusammenwirken wirkte sich auch positiv auf die geistlichen Berufungen aus. So entstanden aus der Zusammenarbeit mit den Gruppen der KGI die „Schwestern der Jüngersuche” und der Seelsorgsbereich der „Jüngersuche”.
Nachdem Madinger die Leitung der KGI abgegeben hatte, verbrachte er seine letzten Lebensjahre im Marienheim in Gablitz. 2008 übersiedelte die Katholische Glaubensinformation von ihrer langjährigen Wirkungsstätte Reindorf nach Schwarzau im Steinfeld.
(red)
12.08.2010 |