Ausgabe Nr. 06 - 12.02.2012
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Das „Zeugnis des Lebens”
Am 26. Mai laden die Frauen- und Männerorden sowie die Säkularinstitute zum „Tag der offenen Klosterpforte” ein.

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Knapp 60 Delegierte kamen zum Treffen der Ordensleute und Säkularinstitute.

Knapp 200 Ordensleute und Mitglieder von Säkularinstituten hatten als Delegierte an der 1. Diözesanversamlung im Rahmen von „Apostelgeschichte 2010” im Oktober im Stephansdom teilgenommen.

Am 25. Februar kamen 60 von ihnen zu einem Gedankenaustausch im Generalathaus der Schulschwestern in Wien-Erdberg zusammen.

Insgesamt leben und arbeiten in der Erzdiözese Wien (Stand Anfang 2009) 531 Ordenspriester und 216 Ordensbrüder und Studenten (in 51 Orden und Kongregationen mit 86 Niederlassungen) sowie knapp 1.440 Ordensschwestern und 100 Mitglieder von Säkularinstituten.

Die Frauenorden

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Sr. M. Petronilla Herl.

„Dankbar blicke ich auf die 1. Diözesanversammlung von ,Apg 2010’ im Oktober zurück. Ich war von der sorgfältigen Vorbereitung und Organisation, der guten Atmosphäre, der Offenheit und Gesprächsbereitschaft, dem Mut der Teilnehmerinnen und Teilnehmer beeindruckt”, sagt Generaloberin Sr. Petronilla Herl, Vorsitzende der Regionalkonferenz der Frauenorden.

„Es war gut, dass auch schwierige Themen angesprochen wurden und Platz hatten. Mit mir teilen viele die Hoffnung und Zuversicht, dass die kraftvollen Impulse dieser Tage Früchte tragen”, unterstreicht die Generaloberin.

Als gemeinsame Aktion planen die männlichen und weiblichen Ordensgemeinschaften einen Tag der offenen Klosterpforten im Rahmen der Missionswoche in der Pfingstoktav.

Herl: „Die Pforten sollen offen sein, dass Menschen zu uns kommen können und sich willkommen fühlen, aber auch, dass wir hinaus gehen, um den Menschen dort zu begegnen, wo sie sind. Wir Ordensleute sind uns unseres missionarischen Auftrags bewusst, der vor allem im Zeugnis unseres Lebens besteht.”

Die Männerorden

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P. Lorenz Voith CSsR.

„Hinter den Männerorden in unserer Erzdiözese – mit ihren knapp 740 Mitgliedern – stehen große Werke, Einrichtungen, Gebetsstätten, aber auch eine breit gestreute Seelsorge für Einzelne und Gruppen; einmal abgesehen von den vielen Ordenspfarren- und Kirchen”, betont  Provinzial P. Lorenz Voith CSsR, Vorsitzender der Wiener Superiorenkonferenz.

Da die Orden von ihrer Natur aus „missionarisch” sind, fühlen sie sich besonders angesprochen, an diesem Prozess von „Apostelgeschichte 2010” teilzunehmen und diesen mit eigenen Initiativen zu bereichern.

Voith: „Wir wollen die Chance nutzen, unsere Charismen in eine breite Öffentlichkeit zu tragen und damit auch besser ,wahrgenommen’ zu werden.”

Im Rahmen der Missionswoche im Mai laden die Ordensgemeinschaften zu einem „Tag der offenen Klosterpforte” ein. Gebet, Führungen, Informationen und Austausch sollen Interessierte einladen, einmal „hinter die Klostermauern” zu schauen und mit Ordensleuten in Kontakt zu kommen.

Auch ein gemeinsamer Folder über „Geistliche Stätten” soll im Vorfeld erscheinen. Voith: „Bei uns Redemptoristen in Maria am Gestade  beginnen wir mit einem ,Berufungsforum’, welches vorerst ein Jahr dauern soll: ,Wohin ruft mich/uns Gott heute als Christ/en?’. Auch Prominente werden dazu eingeladen.”

Die Säkularinstitute

„Wir können unmöglich schweigen über das, was wir gesehen und gehört haben”: Das Motto von Apg 2010 ist für die Säkularinstitute „täglich neu Herausforderung, weil wir mitten unter den Bedingungen der Welt Zeugnis unserer Berufung geben und in lebenslanger Bindung an Gott durch die evangelischen Räte leben wollen”, sagt Elisabeth Plach, Vorsitzende der „Arbeitsgemeinschaft der österreichischen Säkularinstitute”.

Im Prozess Apg 2010 sieht sie „die große Chance, dass das Hören aufeinander und auf den Hl. Geist, das offene Gespräch ,face to face’, gemeinsames Beten und Feiern zu neuem Aufbruch verhelfen, die ,Apostelgeschichte weiter zu schreiben’”.

Plach: „Die Arbeitsgemeinschaft der Säkularinstitute plant in der Missionswoche, am Mittwoch, 26. Mai, die Türen des ,Hauses Hohe Warte 46’ für Information und Gespräch über das Leben in einem Säkularinstitut zu öffnen und in der Langen Nacht der Kirchen in die Pfarrkirche St. Michael in Heiligenstadt zu Begegnung und Gebet einzuladen.”          

(red)

04.03.2010

Kurz notiert

Stille statt Internet

Papst Benedikt XVI. hat vor einer Reizüberflutung durch moderne Medien gewarnt und zu einer größeren Wertschätzung der Stille und des Schweigens aufgerufen.

Der Mensch von heute werde insbesondere im Internet von „Antworten auf Fragen bombardiert, die er sich nie gestellt hat, und auf Bedürfnisse, die er nicht empfindet”, heißt es in der am 24. Jänner veröffentlichen päpstlichen Botschaft zum Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel, den die Kirche am 20. Mai feiert.