Sie erbitten die Taufe

In der Erzdiözese Wien steigt die Zahl der erwachsenen Taufbewerber/innen: Fast 70 kamen am 18. Februar zur „Feier der Zulassung”.
 Die Bewerberinnen und Bewerber feierten mit Kardinal Schönborn ihre Zulassung zur Taufe.
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Die bekannten „drei Punkte” gab Kardinal Christoph Schönborn den fast 70 Taufbewerberinnen und Taufbewerbern bei der „Feier der Zulassung” am 18. Februar im Stephansdom mit: „Gebet, Kenntnis des Glaubens und Umkehr.”
Der Weg zur Taufe sei „der Weg in eine Gemeinschaft, in die Kirche”, betonte der Erzbischof in seiner Predigt. Der Weg sei zuallererst „ein Werk Gottes, der den Menschen ruft”.
Schönborn: „Meist handelt Gott, indem er uns über Menschen anspricht.” Das „persönliche Gebet” sei das Um und Auf auch für die Zukunft nach der Taufe. Im Hinblick auf den Glaubensinhalt appellierte der Kardinal an die Katechumenen, „den Glauben zu studieren”: „Können wir Rechenschaft geben über den Glauben?” Und schließlich legte der Erzbischof allen die „Umkehr und Versöhnung” ans Herz.
„Ich erbitte die Taufe, weil ich zur Gemeinschaft der Kirche gehören will”, sagt die 31-jährige Hausfrau Jung Yun Choi.
Die Mutter eines Kindes ist gemeinsam mit neun anderen koreanischen Taufbewerberinnen und Taufbewerbern zur „Feier der Zulassung” in den Stephansdom gekommen.
Choi wird in der Osternacht getauft werden. In der Vorbereitungszeit hat sie „die ganze Bibel gelesen”, besonders gut gefällt ihr „das Matthäus-Evangelium”.
Als Kind die Taufe „verpasst” hat der 23-jährige Richard Röschl (Pfarre Enzersfeld, Dekanat Korneuburg). Der (noch ledige) Stahlbauschlosser wird demnächst heiraten und möchte „mit dem Segen der Kirche in die Ehe gehen”.
Seit September 2009 wird er von Pfarrer P. Andreas Steinhauer OSB und Aushilfskaplan P. Sebastian Hacker OSB einmal wöchentlich auf den Empfang der Taufe vorbereitet.
Themen der Taufvorbereitung waren u. a. „Christsein, Jesus Christus Gottes Sohn, Kirche, Sakramente, Gebet, die Gebote”, zählt der Pfarrer auf.
Röschls Tauftermin ist in der Osterzeit. Sein „Taufpate” ist sein künftiger Schwiegervater, Karl Jansky, der „sehr stolz ist, dass ich meinen Schwiegersohn zur Taufe begleiten darf”. Jansky: „Ich möchte ihm Hilfe auf seinem Weg sein...”
Timea Pöchmann (Pfarre St. Johann Evangelist, Wien 10) will sich taufen lassen, weil sie „zu einer Gemeinschaft gehören will”, und weil sie „außerdem demnächst Taufpatin” sein wird.
Die 22-jährige ledige Restaurantfachfrau bereitet sich seit Februar 2009 auf die Taufe vor, seit Oktober wird sie 14-tägig von der Religionslehrerin Barbara Radlmair begleitet.
Radlmair: „Es ist eine ganz spannende Situation für mich, mein Christsein an eine Erwachsene weitergeben zu dürfen.” Pöchmann wird in der Osterzeit getauft werden.
(red)
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