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Die Kirche muss auf die Menschen zugehen, davon ist der Kapuzinerpater Markus Machudera überzeugt. Bereits seit fünf Jahren geht er deshalb in den Sommermonaten und in der Fastenzeit jeweils am Sonntag Nachmittag dorthin, wo viele Wiener gerne ihre Freizeit verbringen: Auf die Donauinsel.
Doch nicht in erster Linie, um selbst zu entspannen, sondern um rund hundert Meter stromaufwärts der Nordbrücke Beichtgespräche anzubieten.
Tausende Menschen sind in den vergangenen Jahren bereits an der „Einsiedelei” vorbeigegangen, gelaufen oder mit dem Fahrrad vorbei gefahren. Die meisten lesen flüchtig die Texte auf den Transparenten: „Einladung zur Umkehr”, „Erste Hilfe für die Seele”, „Beichte & Aussprache”, „Versöhnungsoase” …
„Manchmal nehmen die Menschen einen ,Beichtgutschein’ in Anspruch”, erzählt Br. Markus, „und schütten vor Gott ihr Herz aus”. Andere wollen aus den verschiedensten Gründen nur „über Gott und die Welt” reden. Doch auch dann hat sich für Br. Markus der Nachmittag schon gelohnt.
(red)