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Sie betreten die Krankenzimmer immer zu zweit: Die Rote Nasen Clown-Doktoren. Unter dem Motto „Wir bringen Lachen ins Spital” klopfen sie an die Tür, und erst, wenn sie hereingerufen werden, betreten sie das Zimmer.
Vor dem Einsatz bereiten sie sich gemeinsam auf ihre Arbeit vor. Sie arbeiten Hand in Hand mit dem Pflegepersonal, von dem sie Informationen über die kleinen Patientinnen und Patienten bekommen, um auf die jeweilige Situation der Kinder eingehen zu können.
Mit Musik, Zauberei, Jonglage, Pantomime oder Tanz versuchen sie die kleinen Patientinnen und Patienten aufzuheitern und beziehen oft auch Angehörige und Freunde, die gerade da sind, mit ein. Wenn die Clowns das Zimmer wieder verlassen, schaffen sie es, meist strahlende Gesichter zu hinterlassen.
Seit 1994 schon setzen die Clown-Doktoren ihre ganze Kraft für das seelische Wohl von kranken Menschen ein. Sie helfen, die Realität aus einer neuen Perspektive zu betrachten. Man lacht, obwohl es die eigene Situation eigentlich nicht erlaubt.
Neben dem Erlebnis unbeschwerter Momente können Kinder mit Hilfe der Clownbesuche eine positive Grundstimmung entwickeln, die langfristig Kraft und Lebensmut gibt. Sie nehmen die Angst vor Operationen, Untersuchungen und medizinischen Geräten, lassen Schmerzen vergessen, muntern die kleinen Patientinnen und Patienten auf, vertreiben Langeweile und Einsamkeit und geben Kraft und Lebensfreude.
Die Arbeit der Clown-Doktoren hilft aber nicht nur Kindern. 1999 wurde sie auf die Betreuung alter kranker Menschen und 2003 auf Rehabilitationspatientinnen und -patienten erweitert.
Über die Arbeit der Clown-Doktoren ist jetzt im Wiener Dom-Verlag das allererste Bilderbuch erschienen. In „Wir lachen uns gesund” erzählt Franz Joseph Huainigg einfühlsam die Geschichte von Daniel, der an Krebs erkrankt ist und im Krankenhaus eine schmerzhafte Untersuchung über sich ergehen lassen muss.
Die dort arbeitenden Clown-Doktoren Frau Dr. Blümchen und Herr Eierschrammel besuchen Daniel und können ihm zwar die Schmerzen nicht ersparen, ihm aber weitestgehend die Angst nehmen. Annegret Ritter lieferte die Bilder für die berührende Geschichte.
Das Buch beschönigt Daniels Situation nicht; will nicht glauben machen, dass „eh alles gut” ist – Daniels Angst wird genauso thematisiert wie seine Wut und seine Verzagtheit. Daniels Situation ist schwierig, und Autor Franz-Joseph Huainigg hat eine Sprache gefunden, die Kindern und Vorlesenden gleichermaßen zugänglich ist.
Die Bilder sind klar – die Farben spiegeln die Stimmung der geschilderten Situation wider. Dumpf und düster ist es, wenn über Daniels Untersuchung gesprochen wird. Strahlend und fröhlich, wenn sein Geburtstag gefeiert wird. Das Buch ist für Kinder ab 5 Jahren gemacht – sie werden diese Ehrlichkeit in Wort und Bild schätzen.
Am Ende bleibt die Hoffnung, dass ein Lachen eine schwierige Situation manchmal für einen Moment erträglicher machen kann.
Ohne die Hilfe von Spendern und Sponsoren wäre der tägliche Einsatz der Clown-Doktoren nicht möglich. Im vergangenen Jahr haben sich die Rote Nasen Clowndoctors eine neue Spendenaktion ausgedacht: Der Rote-Nasen-Lauf – ein Event für die ganze Familie. Gelaufen wird so lange und so schnell wie die Teilnehmenden wollen. Für jeden gelaufenen Kilometer bekommen die Rote Nasen Clown-doctors von Sponsoren eine Geldsumme.
Die Laufenden unterstützen die Clown-Doktoren nicht nur mit ihrem körperlichen Einsatz, sondern auch mit der Startspende (Erwachsene € 8, für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre € 2).
Der Startschuss zum Rote Nasen Lauf 2010 erfolgt mit dem Eröffnungslauf in Wien am 12. September in der Prater Hauptallee (Höhe Meiereistraße – U2 Stadion). Zwischen 10.00 und 16.00 Uhr kann gestartet werden. In den darauffolgenden Wochen werden weitere Rote Nasen Läufe in rund 30 Gemeinden österreichweit stattfinden – Informationen unter www.rotenasenlauf.at.
Der Wiener Dom-Verlag wird beim Rote-Nasen-Lauf auch mit einem Informationsstand vertreten sein. Direkt beim Start können sich Interessierte über das neue Bilderbuch „Wir lachen uns gesund” und das übrige vielfältige Angebot des Wiener Dom-Verlages informieren.
(red)