| Aus kleinem Samen wurde großer Baum | ||
| Seit 70 Jahren vermitteln die Wiener Theologischen Kurse Glaubenswissen, seit 60 Jahren leistet dies auch der Fernkurs. | ||
„Es klären sich viele Fragen, die ich Jahrzehnte hatte, und auf die ich nie eine Antwort fand”, fasst eine Absolventin ihre Erfahrung mit den Theologischen Kursen zusammen. Ein so vernetztes Wissen habe sie nie zuvor bekommen: „In Zeiten wie diesen wird es immer wichtiger, dass die Leute, die zur Kirche – auch mit ihrer Fehlerhaftigkeit – stehen, einen guten Hintergrund haben.” Ähnliche Erfahrungen haben rund 35.000 andere gemacht: So viele Menschen besuchten die Theologischen Kurse seit ihrer Gründung 1940. Die Planungen dazu hatten bereits 1939 unter schwierigsten Bedingungen begonnen. Nach dem „Anschluss” an Nazi-Deutschland im Jahr davor waren die kirchlichen Strukturen und Vereine aufgelöst und das Wirkungsfeld der Kirche auf die Seelsorge im engeren Sinn eingeschränkt worden. Vor diesem Hintergrund beauftragte der weitsichtige Leiter des Seelsorgeamts, Prälat Karl Rudolf, die damals gerade 26 Jahre alte Margarete Schmid, ein sogenanntes „Theologisches Laienjahr” zu planen und zu gründen. Ziel war es, Katholikinnen und Katholiken in der antikirchlichen und glaubensfeindlichen Atmosphäre des „Dritten Reiches” die Möglichkeit zu geben, sich mit dem Glauben zu befassen, ihn zu reflektieren und zu einem verantworteten Glaubensvollzug zu finden. Aus diesem „kleinen Samen” sollte ein „großer Baum” wachsen, schrieb Schmid später. Nachkriegszeit, KonzilNach 1945 wurde das „Laienjahr” weitergeführt und erweitert: Es kam 1950 der „Fernkurs” hinzu, der sich in allen österreichischen Diözesen durchsetzte: Namhafte Dozenten aus ganz Österreich, denen die in Wien erstellten Manuskripte zur Verfügung standen, sorgten für rasche Akzeptanz. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diskutierten die vorstudierten Inhalte auf Studienwochen mit den Fachtheologen – eine Art der Auseinandersetzung mit dem Glauben, die während und nach dem Zweiten Vatikanischen Konzil dazu beitrug, die theologischen Ansätze des Konzils bis an die „Basis” zu vermitteln. Dies alles fand auch internationales Echo: 1954 nahm man sich in der Schweiz ein Vorbild an den Wiener Kursen und gründete in Zürich die „Theologischen Kurse für katholische Laien”. Am Fernkurs nahmen viele Deutsche teil, bis man 1970 in Würzburg mit der Gründung von „Theologie im Fernkurs” darauf reagierte. An ihrer Aktualität haben die Kurse nichts verloren: Heute werden neben dem „Kerngeschäft” des zweijährigen Kurses (auch als Fernkurs möglich) eine Reihe von Spezialkursen und zahlreiche Einzelveranstaltungen angeboten. Neu: Der Spezialkurs „Basisinfo Christentum” will fundiert, kompakt und verständlich informieren, was Christen glauben: ohne Vorkenntnisse oder persönlichen Glauben vorauszusetzen, richtet er sich an Christen, Nicht- und Andersglaubende. (red) 02.09.2010 |
Zum Jubiläum am 28. 9. |
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17 Uhr: 70 Jahre „Wiener Theologische Kurse” – Aufbruch im Widerstand. Ein Gespräch über die Anfänge, die Umbrüche und die Aufbrüche der Theologischen Kurse mit: |



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