Ausgabe Nr. 05 - 05.02.2012
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Im Geiste Cardijns
Sommer-Serie zum „Zukunftsprozess” der Katholischen Aktion (KA): Die „Katholische Arbeitnehmer/innenbewegung” (KAB) ist Kirche in der Arbeitswelt und Stimme der Arbeitnehmer/innen in der Kirche.

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Die Wirtschaft muss dem Menschen dienen und nicht umgekehrt.

Die KAB geht auf den belgischen Arbeiterpriester Kardinal Joseph Cardijn (1882-1967) zurück, der sich um die Not und Probleme der christlichen Arbeiterjugend annahm. Durch seine Methode „Sehen – Urteilen – Handeln” wurde er zur prägenden Gestalt und zum Impulsgeber der weltweiten Bewegung für junge Arbeiter/innen in der katholischen Kirche.

Die KAB ist Kirche in der Arbeitswelt und Stimme der ArbeitnehmerInnen in der Kirche. In ihren Aktivistenrunden und KAB Gruppen versucht sie, die Soziallehre der Kirche in die heutige Zeit zu übersetzen, und kämpft für soziale Gerechtigkeit und Solidarität in der Gesellschaft.

Ihr wichtigster Grundsatz ist es, dass die Wirtschaft den Menschen dienen muss, und nicht umgekehrt der Mensch der Sklave der Wirtschaft wird. So  engagiert sie sich in der Allianz für den freien Sonntag, in der Plattform „Wege aus der Krise” und hat ein Mandat im Österreichischen Gewerkschaftsbund.

Gleichzeitig ist sie auch international vernetzt in der Europäischen Bewegung christlicher Arbeiter sowie in der Weltbewegung christlicher Arbeiter.

Thomas Huber

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Thomas Huber ist in der KAB Ternitz aktiv.

Ich bin seit über 25 Jahren in der „Katholischen Arbeitnehmerbewegung” (KAB) engagiert.

Die KAB als katholische Laienbewegung versteht sich als „verbindendes Element zwischen Kirche und Arbeitswelt”.

Was kann uns die „Katholische Soziallehre” für die heutige Arbeitswelt sagen? Ich denke, gerade die Ursachen und Auswirkungen der momentanen Finanz- und Wirtschaftskrise verdeutlichen uns die Wichtigkeit, Orientierung und mögliche neue Leitlinien aus christlich sozialer Sicht zu geben.

Die Aktivistenrunden der KAB, Studiennachmittage und religiös-sozialpolitische Wochenenden versuchen diese gerade heute sehr wichtige Bildungsarbeit zu leisten.

Einer der größten „Erfolge” der KAB aus jüngster Vergangenheit war zweifellos die Initiative zur Gründung der Plattform zur Beibehaltung des „Gemeinsamen arbeitsfreien Sonntags”. Dafür konnten auf breitester Basis die Gewerkschaften, die Sozialpartner und Katholische Verbände gewonnen werden.




Michael Kronas

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Michael Kronas engagiert sich in der KAB Kaiserebersdorf, 1110 Wien.

Alles begann mit der Einladung eines lieben Freundes zur KAB vor 10 Jahren. Die Arbeit mit und Informationen zu sozialen Themen sind zu einem Teil in meinem Leben geworden.

Durch die KAB ist der Blick auf das Wesentliche – trotz politischer  Vereinnahmung – immer gewährleistet.

Die aktuellen Diskussionen zu Mindestsicherung und Bedingungslosem-Grund-Einkommen sind Basis einer Gemeinwohl-Ökonomie, die uns alle in den nächsten Jahren angehen wird.

Mein Beitrag: in der Pfarre, im Freundes- und Bekanntenkreis Interesse wecken.

Kardinal Cardijn prägt meine Sicht auf das Laienapostolat: Jesus Christus durch uns alle, dort, wo wir Familie leben und Arbeit haben, zu verkünden.





Elisabeth Krull

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Elisabeth Krull gehört zur KAB-Runde Perchtoldsdorf.

Als junge Laborantin in einem Wiener Spital spürte ich sehr bald, dass nicht nur fachliche Kompetenz, sondern auch sozialpolitische Dimensionen für unser Leben von Bedeutung sind.

Dies war auch der Beginn einer KAB-Runde, zu der wir uns jede Woche im Rektorat des Krankenhauses trafen. Das Wort Gottes bildete das Zentrum unserer Fragen.

Aussagen des Begründers der KAB – Josef Cardijn – wurden hinterfragt, z. B. „Die ersten Apostel der Arbeiter werden die Arbeiter selbst sein!”

Geistige Heimat war und ist seither unsere KAB-Runde in Perchtoldsdorf. Bis heute treffen wir einander regelmäßig. Für mich ist es sehr wichtig geworden, den Menschen zu sagen: Kirche lebt in erster Linie von unten nach oben.

(red)

26.08.2010

Kurz notiert

Stille statt Internet

Papst Benedikt XVI. hat vor einer Reizüberflutung durch moderne Medien gewarnt und zu einer größeren Wertschätzung der Stille und des Schweigens aufgerufen.

Der Mensch von heute werde insbesondere im Internet von „Antworten auf Fragen bombardiert, die er sich nie gestellt hat, und auf Bedürfnisse, die er nicht empfindet”, heißt es in der am 24. Jänner veröffentlichen päpstlichen Botschaft zum Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel, den die Kirche am 20. Mai feiert.