| „Ich will diesen Blick nicht vergessen” | ||||||
| Hochwasser in Pakistan: Die Wienerin Claudia Villani, derzeit Helferin im Lepraspital der Ordensfrau und Ärztin Ruth Pfau in Karachi, berichtet erschütternde Details aus dem Katastrophengebiet. | ||||||
Satelliten-Aufnahmen der amerikanischen Weltraumbehörde NASA lassen die enormen Ausmaße der Flutkatastrophe in Pakistan erkennen: Etwa ein Fünftel des Landes ist unter Wasser, das entspricht der Fläche von Italien. Millionen Menschen sind obdachlos.
„Gestern bei einer Essensausgabe in einem Camp (wir sind mit Reis und riesigen Töpfen gekommen) wollte jeder der Erste sein. Chaos, fast Gewalt. [...] Sie hatten alle seit Tagen nichts gegessen und hatten panische Angst, dass nicht genug da sei. Ich habe dann auf Sindhi (ihre Sprache in diesem Camp) ausrufen lassen: Es bekommen alle etwas! Sofort ist Ruhe eingekehrt.”
Für Villani beeindruckend: „Noch nie habe ich so existenzielles Teilen wie hier in den Dörfern erlebt. Sie kennen einander nicht einmal, sprechen manchmal nicht einmal dieselbe Sprache. Und doch ist es selbstverständlich, dass sie Menschen Herberge geben. Oft bis zu 20 Obdachlosen in einem Raum. Hauptsache, ein Dach über dem Kopf. Wenn sie Nahrung haben, teilen sie auch diese. Sie haben nur kaum noch welche. Wie lange kann das gut gehen? Wir müssen mehr Nahrung einkaufen können.” (red) 26.08.2010 |
So können Sie helfen |
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6 Millionen Menschen sind durch die Hochwasserkatastrophe völlig auf humanitäre Hilfe angewiesen. „Der Bedarf ist enorm. Wir tun, was wir können, aber es ist einfach noch viel mehr Hilfe nötig”, berichtet Caritas-Helfer Thomas Preindl aus Pakistan.
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