Ausgabe Nr. 05 - 05.02.2012
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Raum auch für Neues
Im Gespräch: Andrea Geiger, Projektleiterin von ”Apostelgeschichte zweitausendzehn“.

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Wie entstand das Projekt ”Apg2010“?

Geiger:
Kardinal Schönborn hat es ”erfunden“ und eine Arbeitsgruppe dafür eingesetzt: Pastoralamtsleiter Michael Scharf, Otto Neubauer (Leiter der ”Akademie für Evangelisation“), Otmar Spanner und mich. ”Apostelgeschichte zweitausendzehn“ ist der Impuls zum konkreten Hinausgehen aus unseren ”Mauern“.

Warum ist ein solcher Prozess jetzt notwendig?

Geiger:
Vieles ist in Veränderung, es ist nicht mehr so einfach und klar, katholisch zu sein. Das ganze Land ändert sich im Hinblick auf Werte und Glaubensbasis. Es ist notwendig, in einer gewissen Regelmäßigkeit darüber nachzudenken, was unser Auftrag und was das Verbindende ist. Es geht auch um diese ”Face-to-Face Situation“, in der der Bischof mit allen gemeinsam nachdenkt.

Das Sich-Versammeln – nicht allein das gemeinsame Beten und Feiern – ist eine Grundverfassung der Christen, es gehört zur Grunddynamik des Christseins. Dazu gehört auch die Orientierung am Auftrag, am Evangelium selbst. Das tun wir zwar ohnedies ständig, aber nicht in der Gesamtheit der Ortskirche. Das ist einzigartig und neu, in dieser Größenordnung gab es das noch nie.

Was ist das Ziel des Prozesses?

Geiger:
Sammlung und Sendung.

Der eigentliche Wert besteht in der Sammlung an sich, in der gemeinsamen Auseinandersetzung, im gemeinsamen Austausch und im gemeinsamen Beten und Feiern. Es bedeutet auch eine gewisse Klärung: Es wird klar, was da ist. Eine Art Selbstvergewisserung und Bodenbereitung. Dass man sieht, wo wir wirklich stehen, und nicht nur, wo wir stehen sollen. Und dass auch Raum da ist für das, was neu aufbrechen will. Und dass wir dadurch ermutigt und gestärkt werden.

Wie sehr stehen die Gremien der Erzdiözese hinter diesem Projekt? Dechantenkonferenzen, Priesterrat, Pastoralrat...?


Geiger:
Im Vorfeld haben sich alle damit beschäftigt. So hat beispielsweise die Dechantenkonferenz im Nord-Vikariat auf einer Klausur die sieben Themenbereiche des Hirtenbriefes von Kardinal Schönborn behandelt, danach wurde in den Regionstreffen damit weitergearbeitet.

In der Dekanatskonferenz von Stockerau etwa ist das Thema Glaubenserfahrung und die Frage der Glaubensweitergabe auf beeindruckende Art behandelt worden.

Beim Nord-Vikariat zeigt sich übrigens eine Auffälligkeit bei den Anmeldungen: Es hat als einziges Vikariat ein 50:50 Verhältnis der Delegierten, es hat also gleich viele Frauen und Männer entsandt.

Was wird mit den ”Ergebnissen“ geschehen?

Geiger:
”Ergebnis“ ist in diesem Zusammenhang ein recht schwieriges Wort. Es geht zuerst um die Fragen: Was nehmen wir wahr und was lernen wir daraus? Wir können nicht von einem Tag auf den anderen alle Hindernisse wegräumen.

Die Ergebnisse werden zusammengefasst, und wir wollen und werden uns alle weiter damit beschäftigen. Es wird auch eine Kooperation mit dem Institut für Pastoraltheologie angestrebt. Die Themen können und sollen dann auch in diversen Arbeitskreisen, Räten und Gremien, auch in Pfarrgemeinderatsklausuren, bearbeitet werden.

Interview: Elvira Groiss,
Stefan Kronthaler

15.10.2009
Die öffentlichen Termine bei der Diözesanversammlung

Bei der 1. Diözesanversammlung gibt es drei Termine, zu denen alle in den Stephansdom eingeladen sind:

Am 23. Oktober um 11.30 Uhr
zur Eucharistiefeier
und abends ab 20.15 Uhr
zum ”Abend der Hoffnung und der Barmherzigkeit“ (Thema: ”Da traf es sie mitten ins Herz“)

sowie am 24. Oktober um 11.45 Uhr
zum Sendungsgottesdienst.
”Abend der Barmherzigkeit“: Das Licht unzähliger Kerzen erhellt den Kirchenraum, der ”Abend“ ist geprägt von der Atmosphäre des Gebetes und der Anbetung.

Priester bieten das Sakrament der Versöhnung an, die Musik schafft  den Rahmen für eine tiefe Innerlichkeit und Mystik.