Kein Kavaliersdelikt © wikiz

Mehr als zwei Millionen Kinder und Jugendliche werden weltweit kommerziell sexuell ausgebeutet.

So ab 50 seien die Leute zugeknöpft gewesen, berichten Verena, Kerstin und Matthias. Für ihr HAK-Maturaprojekt hatten sie unter Straßenpassanten eine Infokampagne über die kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern durchgeführt und festgestellt: "Echt ein Tabuthema!"
"Das bewusste Wegschauen ist das größte Problem bei der Missbrauchsbekämpfung", berichtet Dilma Felizardo. Sie schuf im brasilianischen Natal ein Haus für missbrauchte und missbrauchgefährdete Mädchen und ist Mitbegründerin der brasilienweiten Kampagne gegen die sexuelle Ausbeutung von Kindern. Österreichische Kinder unterstützen sie über die Dreikönigsaktion .

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Sie engagieren sich gegen Kinderprostitution: Vor Ort, in Kenia und Brasilien, und hier in Österreich. In Bildmitte Margit Fischer, die die Ausstellung am Flughafen Schwechat eröffnete.

Ein VerbrechenLaut Schätzungen begehen pro Jahr rund 6.000 österreichische Touristen in Entwicklungsländern sexuellen Missbrauch an Minderjährigen. "Das ist kein Kavaliersdelikt", stellt Helga Konrad, OSZE-Beauftragte gegen Menschenhandel, fest: "Es ist eine Straftat, die nach österreichischen Gesetzen verfolgt werden kann, auch wenn sie im Ausland geschieht." "Hinschauen, nicht wegschauen", lautet daher die Forderung einer Ausstellung über Kinderprostitution, die bis Mitte Jänner am Weg zum Gate C des Schwechater Flughafens gezeigt wird: "Am Urlaubsort sollten Sie auf Hotelgäste Acht geben, die eindeutige Handlungen an einheimischen Kindern vornehmen", werden Flugreisende aufgefordert. Bei einem dringenden Verdacht sei die Reiseleitung, die österreichische Botschaft oder Interpol Österreich (rund um die Uhr über Telefon 0043/1/24836 85025) zu verständigen.

Mehr darüber lesen Sie im Bericht von Gabriele Neuwirth in der aktuellen Ausgabe des "Sonntag" auf Seite 20.

(red)

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