Ausgabe Nr. 05 - 05.02.2012
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Eine Pfarrfamilie geht neue Wege
© pfarreDer Pfarrgemeinde St. Johann Nepomuk an der Praterstraße in Wien 2 genügt nicht die Fülle von Angeboten – ihr sind die Perspektiven für die nächsten Jahre wichtig.

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Die 1846 geweihte Pfarrkirche St. Johann Nepomuk.

Die u.a. wegen des Kreuzweges von Joseph von Führich weltbekannte Pfarrkirche liegt an der Praterstraße in Wien 2 zwischen dem Riesenrad und der Innenstadt. Hier in der Leopoldstadt ist die jüdische Bevölkerung stark präsent; die Pfarre bemüht sich in den letzten Jahren verstärkt um Schritte der Versöhnung ”mit unseren älteren Brüdern und Schwestern“. So sind z.B. vor der Kirche zwei ”Steine der Erinnerung“ in den Gehsteig eingelassen, die an die Vertriebenen während der Naziherrschaft erinnern. Am 19. November steht ein Vortragsabend mit Zeitzeugen zum Thema ”Als Tempel und Synagogen brannten“ auf dem Programm. Schließlich widmen sich zwei Bibelrundenreihen dem ”Ersten Testament“.
In der Gemeinde mit ihrem sehr jungen Pfarrgemeinderat  trifft sich Tradition mit neuen frischen Ideen. Unter dem Dach der 160 Jahre alten, kunsthistorisch wertvollen Kirche entfalten zahlreiche Gruppen ein buntes und lebendiges Glaubensleben.

Vielfalt und neue Wege
Es gibt Angebote für jedes Lebensalter, von der ”Krabbelmesse“ über den Pfarrkindergarten bis zu den Senioren. In der Jungschar sind 17 Jugendliche als Gruppenleiter/innen tätig. Ein konsequentes Angebot an Kinderwortgottesdiensten in den letzten Jahren hat dazu geführt, dass in den Messen am Sonntag Vormittag immer viele Familien zu finden sind. Der Gottesdienstbesuch bleibt konstant.

Neben den geistlichen Bemühungen wird seit 8 Jahren viel Energie und Geld in die Instandsetzung von Kirche und Pfarrhof investiert. Werbung ist aktuell und wird ständig ausgebaut: neben Pfarrblatt und wöchentlichem Info-Blatt steht eine umfangreiche Homepage zur Verfügung. Viele Angebote werden auch in den Medien außerhalb der Pfarre publik gemacht. Ein wöchentlicher Newsletter geht an über 200 Mail-Adressen.
Seit der Pfarrmission im Jahr 2001 ist St. Johann Nepomuk stetig auf der Suche nach neuen Wegen zu den Menschen. ”Es ist wichtig, offen zu sein für neue Menschen, die neue Wege brauchen, um zu uns zu finden“, betont Daniela Bauer, ein junges Mitglied im Pfarrgemeinderat. Ob es ein ”Update“ für Jugendliche (ein monatliches Treffen in der Kirche mit Gebet, Impulsreferat und Gespräch) oder eine ”Spurensuche“ für Erwachsene (monatliche Gesprächsrunde zu Fragen des Glaubens) ist – neben traditionellen Formen gibt es stets auch Angebote für Suchende.

Die ”Offenen Kirche“ in St. Johann Nepomuk ist jede Woche eine Einladung an alle. Musik und geschmückter Altar laden Vorbeikommende zum Bleiben ein, zum Gebet, zum Gespräch mit Pfarrmitgliedern. Pfarrer Konstantin Spiegelfeld begründet die Suche nach neuen Formen so: ”Unsere Umgebung ist weitestgehend geprägt von der Säkularisierung, einem Bedeutungsverlust von Religion und katholisch-kirchlichem Glauben. Andererseits kennt sie eine verstärkte Suche nach Transzendenz, Halt und Sinn. Neue Wege müssen daher mit einer persönlichen und gemeindlichen engagierten Wachsamkeit beginnen.“

Visionen werden zu Zielen konkretisiert
Immer nur ”neue Angebote“ reichen nicht. Neuzukommende müssen bemerkt, begrüßt, begleitet werden. Deshalb ist eines der Ziele im kommenden Jahr eine solche ”Achtsamkeit“ – ”Wir sind eine große Familie, die füreinander da ist und sich bemüht, für alle, die zu uns kommen, offen zu sein“, betont Gina Dietrich, Mitglied im PGR. Die Pfarrgemeinde lebt im Spannungsfeld zwischen: ”Diese Pfarre ist meine Heimat, ich treffe mich mit Freunden und guten Bekannten.“ und ”Wir sind offen für neu Dazukommende.“ Wenn diese Spannung bewusst ist, werde man seine Aufmerksamkeit auch Neuankömmlingen schenken.


Das Pfarrprofil mit allen Visionen und Zielen des PGR bis 2012 finden Sie auf der Pfarrhomepage unter »www.pfarre-nepomuk.at«.

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In familiärer Atmosphäre wird die ”Krabbelmesse“ mit den Müttern und Vätern gefeiert.

Netzwerk Nächstenliebe Nepomuk

Ziel dieses ”Netzwerkes“ ist es, Hilfe vor Ort zu geben, in dem Rahmen, in dem es einer Pfarre möglich ist. Eine kleine Gruppe übernimmt Besuchsdienste, außerdem werden seit vielen Jahren Geburtstagsbriefe verteilt.

Gezielte Projekte zur Notlinderung im Pfarrgebiet sind z.B. die Aktion ”Jobstart“, bei der 2008 gemeinsam mit St. Anton ein Langzeitarbeitsloser in der Pfarre angestellt wurde. Weiters ist an einfache Nachbarschaftshilfe im Pfarrgebiet über eine ”Suche-/Biete-Tafel“ gedacht.


Hoffnung 3. Welt

Der kleine Fachausschuss, der 2007 mit dem ”Florian Kuntner Preis“ ausgezeichnet wurde, führt schon seit Jahren Projekte mit Partnerorganisationen in Pasacaballos in Kolumbien durch. Seit dem Vorjahr gab es punktuelle Zusammenarbeit mit dem Verein ”Helfen Wir“.

Pfarre in Stichworten

Pfarrer: DI Mag. Konstantin Spiegelfeld,

Aushilfskaplan
:
    Peter Musonda, ED. Kasama
Pastoralassistentinnen:
    Dipl.-Päd. Roswitha Feige     
    & Mag. Judith Zöhrer-Erdt
Stv. PGR-Vorsitzender:
Heinz Weinrad
Pfarrsekretärinnen: Maria Gutmayer & Margit Drechsler

Adresse
: 1020, Nepomukgasse 1
    Tel: 01-214 64 94, Fax-Kl: 99,  
E-Mail: kanzlei@pfarre-nepomuk.at
Im Internet:  www.pfarre-nepomuk.at oder: www.jugend-nepomuk.at

Pfarrbevölkerung:  11.775, davon 4.266 Katholiken.
Sakramente: 2007 gab es in der Pfarre 24 Taufen; es gab 49 Erstkommunionen, 19 Firmungen, 5 Hochzeiten, 47 kirchliche Begräbnisse, 52 Aus- u. vier Wiedereintritte.







Diesen Bericht lesen Sie auf Seite VIII der aktuellen Ausgabe von "Der Sonntag" Nr. 42 vom 19. 10. 2008 (erhältlich in Ihrer Kirche).



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