Ausgabe Nr. 20 - 20.05.2012
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Theologin beim „Wettlesen“
© PrivatCaterina Satanik liest mit 13 anderen Autor/inn/en um den „Ingeborg-Bachmann-Preis 2009“.

Texte vorgelesen hat Caterina Satanik bisher nur in ihrem Freundeskreis. Von 24. bis 28. Juni ist die junge Theologin beim diesjährigen Ingeborg-Bachmann-Preis in Klagenfurt dabei und liest mit 13 anderen Schriftstellerinnen und Schriftstellern aus Österreich, der Schweiz und Deutschland „um die Wette“.

„Ich schreibe schon seit meiner Kindheit“, erzählt die Autorin im Gespräch mit dem „Sonntag“: „Zuerst waren das kleinere Geschichten, später Gedichte und Texte für Wiener Lieder“. Zwei ihrer Wienerlieder werden demnächst auf CD erscheinen.

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Zum Nervössein keine Zeit: Caterina Satanik.

Caterina Satanik wurde 1976 in Wien geboren und lebt in Höflein a. d. Donau. Sie studierte Religionspädagogik und kombinierte Religionspädagogik mit Spanisch Lehramt. Heute unterrichtet sie an einem Wiener Gymnasium und absolviert eine Ausbildung in Psychotherapie.

Zum Nervössein hat sie keine Zeit: „Ich weiß, dass es beim Wettbwerb nicht gerade zimperlich zugeht, aber ich habe im Moment so viel um die Ohren, dass ich nicht zum Nachdenken komme. Ich lasse es einfach auf mich zu kommen.“ Über den Text, den sie lesen wird, darf sie noch nichts verraten.

Satanik schildert, wie es zur Teilnahme in Klagenfurt kam: „Ich habe mir gedacht, ich probiere es einfach einmal, und  habe mich im Februar mit einem Text beworben.“ Eingeladen wurde sie daraufhin von Jurymitglied Burkhard Spinnen.
Zwischen Religion und Literatur sieht sie „sehr wohl“ Gemeinsamkeiten: „Ich erlebe mich als religiösen Menschen, das war schon immer so – mit allen Fragen, Zweifeln und Kämpfen, die dazugehören. Das kann ich nicht auf eine Sonderwelt beschränken. Es gehört beim Schreiben dazu, auf natürliche Weise.“

Spiritualität spiele in ihrem Leben eine große Rolle: „Ich könnte mir nicht vorstellen, das Spirituelle aus meinem Leben rauszuhalten, speziell auch die Frage nach dem Tod oder, was danach kommt, wo ich her komme, welchen Sinn die Dinge haben, die mir begegnen. Das ist für mich alles in diesem spirituellen Feld drinnen. Meine Beziehung zu Gott ist einfach da. Ich kann nicht sagen, dass ich es dadurch leichter habe im Leben, aber diese Beziehung spüre ich.“






Diesen Artikel von Agathe Gansterer lesen Sie auf Seite 13 der aktuellen Ausgabe des „Sonntag“ Nr. 25 vom 21. 6. 2009 (erhältlich in Ihrer Kirche).

(red)



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