Ausgabe Nr. 20 - 20.05.2012
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Leserbriefe

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Thema: Norwegen

10.08.11

Was in Norwegen passiert ist, ist furchtbar. Das Wort "Hass" darf nie mehr vorkommen (Hass, Zwang und Hetzerei).

Das kann nur im Religionsunterricht gelehrt werden, aber den will man ja abschaffen. Es will der Großteil keine Gebote und Gesetze kennen (leider).

Jetzt hilft nur mehr das Gebet, dass es wieder zu friedlichem Miteinander kommt.

Ingeborg Wille



Thema: Was hat das Konzil gesagt?

10.08.11

Im "Sonntag" Nr. 29 war ein großartiger Beitrag: Wenn ich mich recht erinnere, war er überschrieben mit "Bücher sind wie Gärten ..."; einige Würdenträger haben über ihre Urlaubslektüre berichtet.

Sehr interessante und absolut empfehlenswerte Bücher
wurden genannt, aber - ich hoffe mich nicht zu irren - ein Buch von Weihbischof DDr. Helmut Krätzl war nicht dabei.

Ich nehme an, dass die dort genannten Herren das Buch "Im Sprung gehemmt" sehr wohl kennen und dass es nicht genannt wurde, weil es älteren Datums ist.

Im Hinblick auf die immer aktueller werdende Auseinandersetzung um die
"rechte" Auslegung der
Konzilsdokumente möchte ich doch vorschlagen, dass bei
jeder sich bietenden Gelegenheit auch die Lektüre gerade dieses Buches empfohlen wird.

Man wird dabei auf einen
Autor aufmerksam, der auch in jüngster Zeit sehr beachtliche Beiträge zur aktuellen Diskussion publiziert hat.

Rudolf Beer



Thema: Bundeshymne

03.08.11

Anfangs der 80er Jahre war es meine urpersönliche Idee, auch die "großen Frauen" hineinzubringen, die es zweifellos in Österreichs
Geschichte gab.

Ich schrieb meinen Wunschtext bereits in mein eigenes "Gotteslob" und habe ihn nie mehr anders gesungen: "Heimat großer Töchter und Söhne".

Aber auch in der 3. Strophe schlug ich schon damals eine Änderung vor: "Einig lass in Brüderchören" - "Einig lasst uns, Gott zu Ehren, Vaterland dir Treue schwören."

Hier kommt auch ein Gottesbezug in die Hymne, der gefehlt hat: Schwören kann man nur vor
einer verantwortlichen Autorität.

Dorothea Eggenweber



Thema: Degasperi

03.08.11

Ein herzliches Danke für die halbe Seite "Maler der Religionen" über den Heimgang von Prof. Ernst Degasperi (Nr. 30/2011, S. 14)!

Hier noch ein kurzes Zitat von ihm, in dem seine prophetische Seite ganz stark zum
Ausdruck kommt:

"Siehe zum Boden, rissig muss er sein, um Wasser aufzusaugen.

Meine Kirche muss ausgetrocknet werden, damit sie das Wasser der Gnade schätzt.

Wie ich fastend meinen Jesus hingab, und Jesus sich für euch im Brote teilte, so soll auch meine
Ecclesia den Menschen meine Liebe brechen.

Du Mann der Wüste, hämmere ihnen mein Herz ein!".

(aus: "Worttürme der Wüste", Ernst Degasperi).

Franz Ferstl



Thema: Gewissen, Einheit, Gehorsam

13.07.11

Kardinal Schönborn hat im Zuge seiner klaren, sehr deutlichen, gleichzeitig maßvollen Ausführungen über Gehorsam und Gewissen auch auf ein baldiges Gespräch mit der "Pfarrer-Initiative" verwiesen.

Die von ihm angesprochene
"gegenseitige Wertschätzung" möge dieses Gespräch prägen. Keine Polemik im Ton und in der Wortwahl; das sachliche und differenzierende Gespräch muss im Vordergrund stehen.

Über die Forderungen und Anliegen der Pfarrer darf und soll diskutiert werden, Aufrufe zum Ungehorsam zerstören jedoch jede Gesprächsbasis.

Möge die Sorge um die Einheit, von der der Kardinal gesprochen hat, im Mittelpunkt stehen:

In necessariis unitas, in dubiis libertas, in omnibus caritas -
"Im Notwendigen herrsche Einmütigkeit, im Zweifelhaften Freiheit, in allem aber die
Liebe".

Angela Müller



Thema: Gewissen, Einheit, Gehorsam

13.07.11

Die Reformanliegen sind in der ganzen Kirche aktuell. Da ich in allen Kontinenten der Erde war, kann ich nur feststellen, dass die Situtation in verschiedenen Gebieten der Erde noch viel dringender als bei uns nach einer totalen Reform verlangt ...

"Steht doch die Kirche durch die Art ihrer historisch gewordenen Daseinsweise sich selbst im Wege und wird überall da, wo sie sich nicht freiwillig um des Überlebens willen von dieser Daseinsweise trennt, von der geschehenden Geschichte als richtenden und zerstörenden Blitz getroffen werden."

Diese beschwörenden und prophetischen Worte sind
besonders schwerwiegend, weil sie P. Alfred Delp S.J. knapp vor seinem Märtyrertod im Jahre 1943 ausgesprochen hat!

Pfarrer GR Gerhard Hackl



Thema: Gewissen, Einheit, Gehorsam

13.07.11

Helmut Schüller, die Pfarrer-Initiative und diverse Plattformen haben sich schon längst von unserem Papst und der
römisch-katholische Kirche losgesagt.

Vielleicht könnte der Herr Kardinal ein Machtwort sprechen und ihnen im Falle des weiteren Ungehorsams den Austritt aus der r. k. Kirche empfehlen.

Christliche Kirchen, die ihren Ansprüchen besser entsprechen, gibt es in ausreichender Anzahl!

Mieselsucht und Querulantentum sind kein Beitrag zur Bewältigung der Gegenwart und der Zukunft!

Dkfm. Heinrich Berg



Thema: Gewissen, Einheit, Gehorsam

13.07.11

Es ist ebenso bezeichnend wie bedauerlich, dass fast alle Kritiker bloß den "Aufruf zum Ungehorsam" der Pfarrerinitiative verurteilen, auf den Inhalt des Aufrufs aber mit keinem Wort eingehen.

So gut wie jeder Punkt des Aufrufs ist ja längst weithin gängige Praxis - und ohne diese Praxis stünde es noch schlimmer um unsere Gemeinden.

Es schmerzt, wenn eine an der Bibel orientierte Praxis von den Spitzen der Hierarchie kritisiert wird und der Anschein entsteht, "Rom" sei statt Hilfe Hindernis für das Leben der Gemeinden geworden ...

Dr. Franz Josef Weißenböck



Thema: Aufruf zum Ungehorsam

06.07.11

Ich möchte zwei Dinge zu
bedenken geben:

1) Ungehorsam führt früher oder später zu einer Trennung. Wir beklagen wortreich die im Laufe der Geschichte erfolgten Spaltungen und suchen sie durch ökumenische Bestrebungen abzumildern. Eine neue Spaltung brauchen wir so dringend wie einen Kropf.

2) Der Verzicht, ortsfremde Priester als Aushilfe einzusetzen, könnte sich als ein Schuss, der nach hinten losgeht, erweisen: Eine "priesterlose Eucharistiefeier" ist keine hl. Messe. Also werden sich viele Gläubige eben umsehen, wo eine Messe von einem Priester gefeiert wird, und dabei mobiler werden.

Mag. Oia Michitsch



Thema: Ungehorsam

06.07.11

Mit Entsetzen habe ich in den TV-Abendnachrichten vom Aufruf zum öffentlichen Ungehorsam gegen den
Vatikan gehört.

Diese Initiative mag gut gemeint sein, ist aber mit Sicherheit einer von verschiedenen falschen Wegen.

Höchstes Vorbild ist für jeden Gläubigen die Person Jesu selbst mit seiner Lebenshingabe.

Richtig ist immer ein Verhalten, hinter dem die Liebe zu Christus, die Liebe zum Papsttum, die Liebe zum Bischof stehen - auch wenn dies nicht leicht fällt. Dazu
gehört auch echte Demut.

Dr. Rupert Schmid



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