Ausgabe Nr. 05 - 05.02.2012
© Kamillianer


© kathbild.at/Rupprecht


© Privat


Leserbriefe

Die hier online gestellten Beiträge müssen nicht der Meinung der Redaktion entsprechen.

Die Redaktion behält sich das Recht auf Auswahl und Kürzungen vor. Beiträge, die ohne eine E-Mail-Adresse eingesandt wurden oder Beschimpfungen, Unterstellungen, Verleumdungen und ähnliches enthalten, werden gelöscht.

Im Falle des Versuchs, kommerzielle Werbung zu schalten, behält sich die Redaktion rechtliche Schritte vor.

Neuer Eintrag



Zeige 11-20 von 134

Thema: "Qualifizierte Gruppen"

07.12.11

Die Firmung sollte dazu dienen, um erfüllt vom Heiligen Geist das Evangelium der Welt zu verkünden und alle Völker zu Jüngern zu machen (Mt 28,19f).

Alles beginnt eben mit der Erfüllung mit dem Heiligen Geist (Apg 1,8). Deshalb wird in der Charismatischen Erneuerung von "Geisttaufe" gesprochen, weil davon in allen vier Evangelien und in der Apostelgeschichte gesprochen wird.

Erst nach dieser Erfüllung mit dem Geist werden aus den furchtsamen Aposteln mutige Jünger, die die Botschaft Jesu verstehen. Vorher haben sie nur gestritten (Mk 8,32; 9,33; 10,41).

In den harten Endzeitgleichnissen (Mt 24f) geht es um ganze Nachfolge: eine ganze, persönliche Beziehung zum dreifaltigen Gott und die Liebe zu den Menschen rundherum. Beides wird durch Versuchungen angegriffen und erfordert eine ständige Neuausrichtung in der Nachfolge.

Abkürzungen oder bequeme, breite Straßen sind uns da nicht verheißen. Nur der Auftrag, aus Gottes Gnade im Vertrauen und Treue zu leben und mit den Mitmenschen barmherzig umzugehen.

Dr. Hans Eisenhardt



Thema: Kindergartenpflicht?

16.11.11

Die Grundrechte der Eltern und der Kinder dürfen nicht angetastet werden!

Auch der gute Zweck heiligt nicht die schlechten Mittel! Auch die gute Absicht soziale Probleme zu lösen, rechtfertigt nicht den Eingriff in Grundrechte der Eltern und noch weniger in die Rechte der Kinder.

Die Erziehung der Kinder ist ein Elternrecht, das unantastbar bleiben muss. Ein Eingriff durch die Gesellschaft kann nur dann gerechtfertigt werden, wenn das Wohl der unmittelbar betroffenen Kinder in Gefahr steht, wie etwa beim Entzug der Vormundschaft.

Es ist Sache der Eltern, zu bestimmen, wie früh Kinder aus der alleinigen elterlichen Obsorge genommen werden, um einen - ebenfalls frei zu wählenden - Kindergarten zu besuchen.

Keineswegs kommt es dem Staat zu, in dieses Recht zwangsweise einzugreifen, unter dem Vorwand, soziale Probleme zu lösen, die das Kind gar nicht unmittelbar betreffen.

Keine Familie kommt aus einer Situation der Armut heraus, bloß weil die Kinder länger einen Kindergarten besuchen.

In gleicher Weise verbietet es der Respekt vor den Rechten der Kinder, sie zu instrumentalisieren, um diese Probleme - vermeintlich - zu lösen.

Vor allem dann nicht, wenn die Gesellschaft oder andere Eltern einfach zu untätig oder desinteressiert sind.

Die sozialen Probleme, vor allem Armut, Bildungsdefizite oder Integration, müssen an der Wurzel, also dort gelöst werden, wo sie entstehen. Vor allem muss den Ursachen der Probleme gegengesteuert werden, wie etwa Desinteresse an Bildung.

Die nachträgliche Beschönigung der Effekte reicht nicht aus.

Entschieden wendet sich daher die AKV - Arbeitsgemeinschaft Katholischer Verbände - gegen Pläne, den verlängerten Kindergartenbesuch zwangsweise zu fordern und die Individualität der Kinder durch die Einführung der Gesamtschule zu missachten.

DDr. Josef Zemanek, Präsident der Arbeitsgemeinschaft Katholischer Verbände



Thema: Die israelische Mauer

09.11.11

Nach der Wahl des Iren Gregory Collins zum neuen Abt der Dormitio-Abtei in Jerusalem führte das Münchner Kirchenradio ein Interview mit ihm.

Befragt zu seiner Einschätzung der politischen Situation in
Israel sagte Collins, als gebürtiger Nordire sei er selbst in einer ähnlich schwierigen politischen Lage aufgewachsen.

Deshalb glaube er, "dass es nicht hilfreich ist, wenn Außenstehende schnelle oder oberflächliche Beurteilungen abgeben". Aus seinen Erfahrungen in Nordirland wisse er aber, "dass es nur Fortschritte geben kann, wenn der Weg des Dialogs, der ehrlichen Politik und der Versöhnung beschritten wird".

Auf der anderen Seite ist da
eine Studentin drei Monate mit einer bestimmten Aufgabe in einem sehr eng umgrenzten Gebiet (Tulkarem) tätig und glaubt, die Lage und die Probleme auf dem Weg zum Frieden in ein paar Sätzen
beurteilen zu können.

Selbst wenn man nicht bis in biblische Zeiten zurückgeht, liegen die Wurzeln dieses
Konflikts zumindest an die
100 Jahre zurück.

Was nun im Besonderen die Mauer betrifft, sei daran erinnert, dass es die Palästinenser waren, die seit 1987 eine Mauer oder einen Zaun gefordert haben, um die
Grenze zwischen Israel und den besetzten Gebieten sichtbar zu machen.

Wenn Frau Zangl für die Mauer, die im weitaus längeren Bereich (342 von 350 km) einfach ein Zaun ist, das Sicherheitsargument nicht gelten lassen will, nimmt sie nicht zur Kenntnis, dass seit dem Bau der "Mauer" die Selbstmordattentate mit hunderten
Verletzten und Toten drastisch zurückgegangen sind. Die Mauer schützt auch die arabischen Israelis, immerhin über 20 % der Bevölkerung Israels.

Tatsächlich gibt es im Gebiet um Tulkarem viele Probleme, auch solche, die durch den Bau der Mauer entstanden sind. Man sollte aber dabei nicht vergessen, dass Israel das Geld für die Errichtung von Zaun bzw. Mauer erst als Reaktion auf die zweite Intifada freigegeben hat ...

Viele Menschen - in Israel und in den Palästinensergebieten - wünschen sich Frieden.

Dass die Lage aufgrund der
Geschichte so kompliziert ist, verhindert rasche Lösungen.
Es hilft nicht, wenn Fakten und Informationen ausgeblendet
werden und die Problematik damit sehr simpel dargestellt wird.

Angelika und Helmut Matzka



Thema: "Lernorte für den Glauben"

25.10.11

Treffend berichten (mein ehemaliger Ministrant) Dechant Beranek und (mein Amts-Nachfolger) Dechant Unterberger:

Wesentlich ist die bibelzentrierte und auf den Punkt gebrachte Sonntagspredigt mit den Heraus-Forderungen und Zu-Sagen Jesu.

Wichtig ist für uns (seit zwei Jahren), dass die Erstkommunionvorbereitung auch ein Elternteil jedes Kindes mitmacht.

Wir müssen erst die Eltern (wieder) mit Gott vertraut machen, dann werden die Kinder Gott entdecken können.

Und das ist wirklich spannend, fruchtbar, ja auf- und anregend.

P. Dr. Karl H. Salesny SDB



Thema: "Gotteslob 558"

19.10.11

Das bekannte Kirchenlied "Ich will dich lieben, meine Stärke" findet sich sowohl im katholischen "Gotteslob" (GL 558)
als auch im Evangelischen
Gesangsbuch (EG 400).

Da wie dort stammt der Text aus dem Jahr 1657 von Johannes Scheffler (Angelus Silesius); der evangelische Text ist ein klein wenig kürzer.

Aber genau den hat man im "Gotteslob" in dessen längere Melodie (Georg Joseph 1657) gequetscht. Was zu kaum sangbaren
Dingen wie "He-he-he-he-
herze", "du starker Hi-hi-hi-hi-himmelsglanz" (und Schlimmerem) führt, dank eines langen Melodiebogens.

Eine Art ökumenischer Rösselsprung sozusagen, auf dem Rücken eines alten Kirchenliedes. Muss(te) das sein?

Ob das im - längst überfälligen - neuen "Gotteslob" wohl
berichtigt wird?

Prof. Johannes Zopp



Thema: Sorge um Priesternachwuchs

28.09.11

9. Oktober (1955): Todestag von Erzbischof Kardinal Theodor Innitzer.

"Es muss (wieder - meine Anmerkung) eine brennende
Sorge in den Pfarrgemeinden sein, die Sorge um zukünftige Priester.

Denn wenn mir eine Pfarrgemeinde einen Priester schenkt, dann kann ich ihr einen Pfarrer senden - wenn nicht, dann eben nicht",
meinte Kardinal Innitzer
anlässlich der Visitation in Dürnkrut/March am 6. 6. 1953.

P. Dr. Karl H. Salesny SDB



Thema: "Kultur"?

27.09.11

Liebe Leserin, lieber Leser!

Was denken Sie darueber, wenn ein Werk unseres allseits geschaetzten, weltberuehmten oesterreichischen Komponisten Joseph Haydn von einem voellig unbekleideten Klavierspieler vorgetragen wird, noch dazu ein geistliches Werk, "Die letzten Worte unseres Erloesers am Kreuz"?

Das geschieht bei der Auffuehrung von "Golgotha Picnic" am 30. September 2011 im Orpheum in Graz.

Joseph Haydn kann sein Werk nicht mehr schuetzen. Was haette er dazu gesagt, der am Ende seiner Werke "Ehre sei Gott" zu schreiben pflegte?

Jesus Christus wird in "Golgotha Picnic" extrem entstellt gezeigt und verspottet.
Was waere die Reaktion, wenn Mohammed so dargestellt wuerde?

Denken die Geschaeftsleute, die sich an dieser Pervertierung von Kunst, Kultur und Religion bereichern, Jesus wird von niemandem mehr verteidigt?

Christa



Thema: Papstbesuch in Deutschland

27.09.11

Wer bei einem Papstbesuch an einen Event denkt, wer in der Kirche immer wieder und tausendfach nach einem Dialog ruft und dringende Reformen einfordert, hat nichts, aber auch gar nichts verstanden.

In der wahrhaft revolutionären Rede im Freiburger Konzerthaus hat der Stellvertreter Christi gezeigt, wie der NEUE Weg der Kirche aussehen muss:

http://www.kath.net/detail.php?id=33257

Dieser Text hat einen Meilenstein gesetzt ... Vergelt's Gott lieber Heiliger Vater! Sie sind ein wahrhaftiges Geschenk Gottes an die Kirche, ein wahrer Fels!

Bernhard



Thema: Norwegen und Lebensschutz

10.08.11

Bis jetzt liegt die Zahl der
Osloer Opfer noch unter 100.

Aber weltweit verlieren über
50 Millionen Ungeborene ihr Leben. Pro Jahr. Jahr um Jahr.

Das sind so viele Tote wie im Zweiten Weltkrieg.

Zwei gleichermaßen erschütternde Werte; aber sie gleichsam "gegenzurechnen", wäre völlig unzulässig.

Aber ungeborenes Leben scheint in Österreich nicht eben gut dran zu sein: Gesundheitsminister Stöger fordert Abtreibung in allen
Spitälern! (...)

Menschenleben ist vom allerersten Anfang an - und nur ab zwischendurch irgendwo - als solches zu schützen.

Abtreibungen als Pflicht für alle Spitäler zu verordnen, dagegen gibt es nur eines: Widerstand!

Prof. Johannes Zopp



Thema: Norwegen

10.08.11

Was in Norwegen passiert ist, ist furchtbar. Das Wort "Hass" darf nie mehr vorkommen (Hass, Zwang und Hetzerei).

Das kann nur im Religionsunterricht gelehrt werden, aber den will man ja abschaffen. Es will der Großteil keine Gebote und Gesetze kennen (leider).

Jetzt hilft nur mehr das Gebet, dass es wieder zu friedlichem Miteinander kommt.

Ingeborg Wille



Vorherige 10 Einträge Nächste 10 Einträge