
Leserbriefe
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Thema: Gottesdienstübertragungen
01.02.12
Sonntägliche TV-Gottesdienst-übertragung aus dem Wiener Hospiz der Caritas Socialis, dessen Begründerin seliggesprochen wird. Und drei Seiten Teletext-Info über Hospiz, Messfeier, Gründerin.
Im ZDF, nicht im ORF: Bei dem gibt's auch nicht eine Zeile
Teletextinformation.
Das hat sich weder das Hospiz noch die neue Selige verdient.
Warum/wie lange (ver)schläft der ORF noch? Etwa die Chance einer Zusammenarbeit mit dem ZDF, vielleicht auch mit dem Bayerischen TV, für häufigere gemeinsame Messübertragungen im TV?
Was machen Kranke, Einsame, irgendwo weitab Wohnende?
"Gibt's eh im Radio jeden Sonntag", kriegt man dann zu hören.
Dass eine TV-Übertragung einem unendlich mehr gibt, wird diskret überhört und übersehen.
Wie lange noch, o ORF?
Thema: Verheiratet - Christ 2. Klasse?
29.01.12
Zur 2.Lesung des vorigen Sonnatgs, 1 Kor 7,32-35
Nicht wenige Menschen haben diese Paulus-Stelle verinnerlicht mit der Überzeugung: wer heiratet, will nicht mehr heilig werden an Leib und Geist, will der Welt und dem Ehepartner gefallen, Gott kommt danach. Also bestenfalls Christ 2.Klasse.
Viele aber haben bereits Ehe und Familie als tiefe Berufung vor Gott erfahren, Gott als die erste Liebe, aus der alles andere für Ehe und Familie strömt, sich labt und erhalten wird.
Das Johanneswort wird zur Quelle des Glaubens auch für Ehe und Familie: wenn wir im Licht leben, wie Gott im Licht lebt, haben wir Gemeinschaft miteinander und das Blut Jesu Christi reinigt uns von aller Sünde. (1 Joh 7)
Daher wünsche ich mir sehr, dass die genannte Paulusstelle nicht mehr als Lesung verwendet wird.
Ehe und Familie in Gott sollen nicht mehr als Christentum 2. Klasse verstanden werden können.
Thema: 50 Jahre II. Vatikanum
25.01.12
Herzlichen Dank, dass Sie auf die Konferenz zum 50. Jahrestag des II. Vatikanums aufmerksam machen.
Vergegenwärtigen wir uns, dass Papst Johannes XXIII. uns wahrscheinlich damals vor einem Atomkrieg bewahrt hat.
Damals stand ganz Europa unter der Angst der Zündung der Atombombe.
Nachdem Papst Johannes XXIII. sowohl Kennedy als auch Chruschtschow "Pacem in terris" geschickt hat, ließen sie von ihrer Absicht ab, und die
stationierten Raketen vor Kuba wurden abgezogen.
Johannes XXIII. wurde von seinem jetzt noch lebenden Privatsekretär Capovilla als Güte in Person bezeichnet, nachzulesen in dem Buch: "Fröhlich lebe ich weiter - älter werden mit Johannes XXIII."
Ein wunderbares Buch, das viel Kraft in einer sich verändernden Zeit schenkt.
Der 96-jährige Capovilla bezeichnet sich als im Herzen jung (was noch eine Ausstrahlung von Johannes XXIII. ist) - lernen wir von ihm!
Das Buch "Älter werden mit Johannes XXIII." von Hubert Gaisbauer ist im Wiener Dom-Verlag erschienen. 256 Seiten mit zahlreichen Fotos, ISBN: 978-3-85351-234-0, EUR 22,50. Zur Bestellung
Thema: Reformweg
19.01.12
Habe im Sonntag,Nr.3, 2012 folgende Zeilen aus der Pressekonferenz über den Reformweg gelesen:
"und die Instandhaltungsarbeiten der Sakralbauten ohne diözesane Zuschüsse finanziert werden."
Aber da bin ja gespannt, wie die Diözese den Stephansdom erhalten wird, nur mit Spenden.Vielleicht muß dann Eintritt in den Kirchen verlangt werden, denn bei dem Besucherschwund ist eine solche Maßnahme der Tod vieler Kirchen.
Vergelt s Gott, Manfred Stuiber, Wien 22
Thema: Kreuz - darf das sein?
18.01.12
Das Kreuz soll und wird immer sein. Aber wir sollen mehr zwischen Kreuz und Kruzifix unterscheiden.
Um das Kreuz Jesu, das Kruzifix, zu verstehen, bedarf es Vertrautheit mit der Lehre der Erlösung. Und dieses Verständnis können wir heute bei vielen Menschen nicht mehr voraussetzen.
Ich hörte, dass ein Bursch in einem Geschäft für Schmucksachen ein "Kreuz mit so einem Mandl darauf" bestellte.
Bedenken wir auch, dass die Christen im ersten Jahrtausend sich scheuten, Jesus als den Gekreuzigten darzustellen.
Damals war das Bild Jesu die Darstellung des guten Hirten.
Die ersten Kreuze waren Schmuck- oder Gemmenkreuze. Diese wurden in der Passionszeit verhüllt. Erst im Mittelalter, als die Menschen sich immer mehr auf das Leiden Jesu besannen, begann man Jesus am Kreuz darzustellen.
Diese Leidensmystik hat zu vielen eindrucksvollen Kruzifixdarstellungen inspiriert. Die Verhüllung der Kruzifixe in der Passionszeit ist nicht sinnvoll.
Wäre es nicht klüger und taktvoller, in öffentlichen Gebäuden ein schönes Kreuz statt
eines Kruzifixes anzubringen? Das Kreuz ohne Corpus ist auch eher ein Hinweis auf die Auferstehung: Er ist nicht hier. Er ist auferstanden, wie er gesagt hat! (Mt. 28,6).
Wir würden damit auch mehr an die jahrtausendalte Tradition der christlichen Kunst
anknüpfen.
Selbstverständlich soll das Kruzifix in den Wohnungen und Kirchen und auf den Gräbern seinen Platz behalten.
Das Kreuz soll bleiben. Es ist uns heilig und ein kostbares Zeichen unserer christlichen Tradition. Aber wir sollen es nicht als Kruzifix denen aufdrängen, die dafür kein Verständnis haben.
Thema: Strukturreformen
04.01.12
Strukturreformen - Gebot der Stunde!
Unbiblische Strukturen sind Geröll, das dem Kommen des Reiches Gottes im Wege steht.
"Die Kirche steht durch die Art ihrer historisch gewordenen Daseinsweise sich selbst im Wege, und überall da, wo wir uns nicht freiwillig um des Lebens willen von dieser Daseinsweise trennen, wird die geschehende Geschichte uns wie ein richtender und zerstörender Blitz treffen", sagte P. Alfred Delp S.J. knapp vor seinem Märtyrertod 1945 voraus.
Sehr richtig sagt Bischof Joachim Wanke (Erfurt): "Die Selbstevangelisierung der Kirche ist die unerlässliche Voraussetzung für eine glaubwürdige Neuevangelisierung der Welt."
Und ebenso richtig sagte der selige Papst Johannes Paul II. 1996 in Reims: "Die Kirche ist immer eine Kirche der Gegenwart. Sie betrachtet ihr Erbe nicht als Schatz einer überholten Vergangenheit, sondern als eine mächtige Inspiration, um auf der Pilgerreise des Glaubens auf immer neuen Wegen voranzuschreiten."
Thema: Ökumene - gemeinsames Ziel?
23.12.11
Liebes Team,
vor allem, wer den Artikel über die Ökumene und Bischof Kurt Koch geschrieben hat. Da steht als Unterüberschrift, dass die christlichen Kirchen ihr gemeinsames Ziel vielleicht nicht mehr im Auge haben.
Also, das glaube ich, ist sicher nicht der Fall, denn das gemeinsame Ziel ist die Wiederkunft Christi, und Jesus Christus ist es, so glaube ich fest, wurscht, zu welcher christlichen Konfession ich gehöre. Für IHN ist das entscheidende, wie ich mein Christsein lebe. ER wird kommen und die Zeit bestimmt SEIN Vater, das steht in den Evangelien.
Ob wir den Weg zum gemeinsamen Ziel im Gleichschritt gehen oder auf einem Bein, oder einer vorne, einer hinten oder nebeneinander, oder am Bauche kriechend oder hüpfend - wie wichtig das ist, muss jeder Glaubende mit IHM im Gebet besprechen. Gesegnete Weihnachten allen Christen an allen Orten zu allen Zeiten...
Thema: Weihnachten
21.12.11
Seit meinem Unfall vor einigen Jahren, wenige Tage vor Weihnachten, wurde es dunkel um mich herum. Die Glitzersterne verwandelten sich in Schmerzenssterne ...
Stürzte ich doch damals nicht nur vom Pferd, sondern - in voller Fahrt - gleichzeitig auch vom "Weihnachtsrummelzug".
Gottes Liebe ließ mich überleben - und in den vielen schlaflosen Tagen und Nächten, die dann folgten, wurde mir das wahre Weihnachten bewusst:
Gott kam als Kind auf unsere Welt, um die Aufgabe der Erlösung auf sich zu nehmen - aus Liebe! Kein Silber- oder Goldfaden, keine noch so bunte Glaskugel oder teurer Weihnachtsbaumschmuck kann dieses Geschehen ausdrücken oder vielleicht ersetzen.
Ich spürte in den darauffolgenden Tagen und Wochen Gott so nahe wie vorher noch nie - und ich wusste, dass er mein Retter war.
Helfende "Engel", verkörpert durch Ärzte und Schwestern, hatte er mir zur Seite gegeben ...
Es wurde mir aber noch mehr bewusst, wie Weihnachten in der Welt immer mehr zu Geschäftszwecken ausartet und den Ursprung des wahren Geschehens, nämlich Christi Geburt, mit Lärm und vergänglichen materiellen
Werten überdeckt.
Thema: Begreifen, wer wir sind
14.12.11
Die mystische Identitätsfindung ist wohl am meisten mit Advent und Weihnachten verwoben.
Das verdichtete Ankommen Jesu Christi bewirkt eine Weihe von "oben" und vermag den inneren Menschen zu erwecken.
Dann weiß der Mensch, wer er ist, und dass er schon jetzt auf Erden zum ewigen Leben mit Gott berufen ist.
Thema: Visitationsgottesdienste
14.12.11
Bezüglich des Artikels über
unsere Visitation wäre noch zu erwähnen, dass die angeführten Hochämter von einem Chor (Frauensingkreis), der sehr
beliebt ist, gestaltet wurden.
Dies wird sehr geschätzt, er singt zu Gottes Ehre - ehrenamtlich.
Mögen die Stimmen Gott
genauso erfreuen wie die
Mitfeiernden beim Hochamt.
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