
Leserbriefe
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Thema: Bundespräsidentenwahl
03.03.10
Mit Betroffenheit nimmt man als Katholik zur Kenntnis, dass sich nun nur noch zwei Persönlichkeiten um das Amt des Bundespräsidenten bewerben, die sich, wenngleich aus höchst unterschiedlichen weltanschaulichen Voraussetzungen, von der Kirche, der formal noch eine Mehrheit der österreichischen Bevölkerung angehört, verabschiedet haben. Die Säkularisierung ist ganz oben angekommen.
Dr. Franz Rader, 1070 Wien
Thema: Verantwortung
25.12.09
Ich glaube:
Wir verändern diese Welt, wenn wir unsere Weltanschauung ändern.
Wenn wir glauben, wir müssen alles verantworten, was wir getan haben,
weil wir eine Seele haben, die unsterblich ist und wir uns alle wieder
begegnen, wenn wir gestorben sind und unser Gewissen unsere Seele
so geformt hat, dass jeder sofort sehen kann, was sie als Mensch getan
hat, dann müssen wir alles verantworten, was wir getan haben.
Wenn uns der „Liebe Gott“ dann gewähren lässt, wie hier auf der Erde,
dann wird das „Böse böser“ als wir es uns vorstellen können und das
„Gute schöner“, als wir es uns wünschen!
Thema: Objektive Wahrheit - Richtig und Falsch
22.12.09
Dem Leitartikel (Der Sonntag: 6. 12. 2009): „Religionsfreiheit ist nicht teilbar“- mit der goldenen Regel „"Was ihr von anderen erwartet, das tut ebenso auch ihnen"“ (Lk 6,31) kann man scheinbar schwer widersprechen.
Trotzdem stimmten in der freiheitlich denkenden Schweiz 57 Prozent für ein Minarettverbot. Ich meine dazu, diese Menschen wurden u.a. durch folgendes veranlaßt:
In Europa ist - viel zu wenig beachtet(!) - eine neue totalitäre „Staatsideologie des ethischen Relativismus“ aufgekommen, die alle diejenigen diskriminiert, die an objektive Wahrheit glauben. Diese Ideologie ist eben dabei, das „Prinzip „Toleranz“ in unserem Gemeinwesen zu zerstören.
Dem Toleranzprinzip entsprechend haben andere das „Recht zu irren“, was in privater Sphäre das Recht bedeutet, die Freiheit nach eigener Ansicht zu gebrauchen. Aber auch diejenigen, die an objektive Wahrheit glauben, haben das Recht zu sagen, was sie für Recht oder Unrecht halten.
Wer an objektive Wahrheit glaubt, hat zwar nicht das Recht, dies anderen aufzuzwingen, hingegen aber das Recht, diese Meinung vorzubringen. Dem entgegen verlangt der neue „intolerante ethische Relativismus“ – meist in Form der „Political Correctness“, daß man nicht einmal denken dürfe, daß es Richtig und Falsch gibt.
Die demographische Entwicklung - nicht zuletzt auch durch Abtreibungen verursacht - in ganz Europa führt zur Vergreisung unseres Kontinents und damit einhergehender teilweise problematischer Zuwanderung. Es wäre doch Aufgabe christlicher Parteien (gewesen) einen Schutz gegen „ethischen Relativismus“ zu bieten, auf die drohende Vergreisung deutlicher hinzuweisen, also dagegen bei den Wählerschichten zu argumentieren. -
Tatsächlich befaßt man sich u.a. mit der Diskriminierung Homosexueller. „Political Correctness“ verpflichtet scheinbar, nicht nur deren Rechte zu respektieren, sondern zu denken, Homosexualität sei in sich ethisch positiv.
Man kann sich schwer des Eindrucks erwehren, daß hingegen negative Urteile über Ehe und Familie von den Massenmedien problemlos akzeptiert werden. Von den Linken werden Patchwork-Familien und Singles gefördert, statt funktionierende Familien - die durch Kinder für die Lebenskraft unseres Staates sorgen - zu unterstützen.
Wo, wann zuletzt, ist letztere Position von Politikeren unermüdlich, vehement und intelligent vertreten worden?
Diese „Political Correctness“ verunsichert also leider derzeit viele Menschen mit gesundem Hausverstand. Da sie glücklicherweise noch an objektive Wahrheit glauben, nutzen sie dann bei bietender Gelegenheit einer Abstimmung die Möglichkeit ihre Meinung einzubringen.
Übrigens zur goldenen Regel: - Man ist nicht zum Martyrium verpflichtet, Selbstverteidigung ist erlaubt. Die Frage ist nur, wo beginnt diese.
Thema: Seele
02.12.09
Gott lebt in der Seele des Menschen!
Was Seele ist, kann man nur fühlen, bezogen auf sich selber.
Dass andere Menschen auch eine Seele haben, kann man nur vermuten, wenn man auf die Innere Stimme seines Gewissens hört!
Die Seele des Menschen kehrt dahin zurück, wo sie hergekommen ist, wenn sie den Körper wieder verlässt.
Menschen können entscheiden, über Leben und Tod, nicht aber über die Seelen.
Auch ein Kind hat ein Recht auf Leben, auch wenn es ohne Hilfe von Menschen nicht leben kann. Darum soll keiner glauben, er kann über das Leben von Menschen verfügen, ohne dafür bestraft zu werden.
Weil die Seele dessen, der ums Leben gekommen ist, dahin geht, wo alle anderen Seelen auch hingehen.
Was sich dann abspielt, wenn die Seelen wieder zusammen kommen, das nennt man Himmel und Hölle.
Jeder Mensch darf leben wie er will.
Er kann sich über alles ärgern, er kann sich aber auch über alles freuen.
Wer glücklich sein will, muss bedenken: Die Vergangenheit ist nicht rückgängig zu machen und was in Zukunft sein wird, weiß kein Mensch!
Thema: Eucharistisches Fasten?
26.11.09
Bei näherem Nachdenken scheint mir der Vorschlag eines "Eucharistischen Fastens" zutiefst verfehlt.
Historisch ist es wohl richtig, daß die frühe Kirche am Karfreitag und Karsamstag - wie auch heute noch! - keine Eucharistie feierte. Denn die Liturgie der Heiligen Woche ist ja Nachvollzug und Darstellung des Geschehens jener Tage, in das wir uns gläubig einfügen. Deshalb wirkt die Kommunionfeier am Karfreitag mit den am Gründonnerstag konsekrierten Hostien tatsächlich etwas "angestückelt". Ich würde sofort dafür plädieren, daß die Liturgie des Karfreitags entsprechend geändert wird. Denn in diesen Tagen ist uns der Herr scheinbar "genommen". Das Gefühl des Verlassenseins hat hier seine Berechtigung.
Wenn aber das Begriff "Fasten" verwendet wird, dann handelt es sich um eine ganz andere Dimension. Fasten bedeutet - auch wenn es im ersten Augenblick merkwürdig klingen mag - Machtausübung, nämlich Be-"Herrschung" gegenüber den naturalen Kräften. Der Mensch kämpft sich frei von physischen Zwängen wie dem Hunger. Die Kraftquelle ist der feste Glaube an die Vorrangigkeit Gottes und seines Reiches. Zum weiteren Bereich des Fastens gehören ja auch Nachtwachen, in denen ich mein Schlafbedürfnis beherrsche; sexuelle Enthaltsamkeit, in der ich die schöne Lust Gott opfere; Demut und Geduld, in denen ich fremde Aggression er-"trage". Um Tragen zu können, benötige ich ja Kraft. Diese Selbstvergewisserung, ob mein Glaube stärker ist als meine naturalen Bedürfnisse, ist ja nicht gegen diese Bedürfnisse selbst gerichtet. Sie werden aber angesichts der Größe Gottes und seiner liebenden Zuwendung eindeutig relativiert. Höchster Ausdruck dafür ist der Märtyrer, der seine ganze physische Existenz einsetzt.
Deshalb ist ein Fasten von der eigentlichen Kraftquelle, der Heiligen Eucharistie, ein Widerspruch in sich. Leider wird die Eucharistie weithin nur als Mahlgemeinschaft missverstanden und dabei übersehen, dass der Herr die Pascha-Feier umfunktioniert hat zu - um es etwas nüchtern zu sagen - einem juristischen Akt, nämlich dem Bundesschluss. Er schließt diesen Neuen und Ewigen Bund, obwohl er weiß, wie schwach seine Partner sind. Er weiß: Petrus wird ihn verleugnen, Judas ihn verraten. Trotzdem verschenkt er sich. Bei jeder heiligen Wandlung wird das doch thematisiert: "In der Nacht, da er verraten wurde, nahm er das Brot...". Es besteht also nicht der geringste Grund, die Gegenwärtigsetzung im Gedächtnis an diesen Bundesschluss zu unterlassen. Im Gegenteil. Er sollte um so intensiver gefeiert werden, je größer die Belastungen und Kämpfe sind.
Das vorgeschlagene "Eucharistische Fasten" um der Ökumene willen scheint mir daher kontraproduktiv. Was soll das bedeuten, wenn gefordert wird, wir sollen auf die Kraftquelle verzichten, weil es "ein Zeichen der Buße" dafür sein soll, "dass die Christen die Einheit verraten haben"? - Schon die Verallgemeinerung, dass "die" Christen die Einheit verraten haben, scheint mir ungerecht. Und ist es vernünftig, auf Stärkung zu verzichten, wenn es darum geht, jenen in Bergnot zu helfen, die sich verstiegen haben? Oder soll man auf Liebe verzichten, weil es allseits an Liebe mangelt? Ist es nicht vielmehr so: je inniger ich mit dem Herrn vereint bin, um so eher empfange ich die Kraft, den rechten Weg zu finden und auch zu gehen.
Offensichtlich hat man in früheren Zeiten oft Scheu gehabt, zur Kommunion zu gehen, aus der Angst heraus, man könnte unwürdig sein. Und natürlich sollen wir den Herrn in reiner Gesinnung aufnehmen. Leider fehlt heute wohl allzu oft die Scheu und Ehrfurcht vor dem Geheimnis des Selbsthingabe Gottes in der Eucharistie. Allzu oft wissen sie nicht, was sie tun. Aber das erschüttert doch nicht im Geringsten die Tatsache, dass der Herr unser Arzt sein will, eben unser Heiland. Ist es da nicht höchst unvernünftig - vorausgesetzt, dass ich mich angesichts meiner Erbärmlichkeit aufrichtig nach Heilung sehne - erst dann zum Arzt zu gehen, wenn ich gesund bin?
Thema: Deix: Christus wieder einmal gekreuzigt
20.11.09
Nach dem Erscheinen der ordinären Gottes-Karikaturen im letzten „News“ (z.B. als dreiköpfige nackte Zwittergestalt) unternimmt das Duo Deix-News diese Woche einen neuen Ausflug ins Reich der Blasphemie: Christus am „multikulturellen Kompromisskreuz“.
Am roten Leiberl des Erlösers prangen Hakenkreuz vereint mit Hammer und Sichel, an den Kreuzbalken Halbmond und ein Lucky Buddha.
Für Vieles hat das Kreuz schon herhalten müssen. Wie oft wurde Jesus in der Geschichte gekreuzigt. Nun ist er Deix-News in die Hände gefallen und wird dazu missbraucht, um bluttriefende Weltanschauungen wie den National-Sozialismus auf eine Stufe mit Weltreligionen wie Christentum, Buddhismus und Islam zu stellen.
Welch eine Verhöhnung aller Gläubigen!
Welch seltsame Auferstehung und Rehabilitierung von Symbolen des Schreckens!
Deix und „News“ laden also ein zum großen Multi-Kulti Kompromiss am Kreuz. Millionen Tote? Schwamm drüber! Christus wieder einmal verhöhnt und gekreuzigt…?!
Vielleicht wachen einmal ein paar Christen zwecks Deponierung eines Protestes auf!
Diakon Mag. Gerhard Sarman,
1140 Wien-Penzing
Thema: Klare Worte
18.11.09
Ich möchte unserem verehrten Oberhirten S.E.Kardinal Dr.Christoph Schönborn von ganzem Herzen danken,für die klaren und deutlichen Worte zum Themengespräch in der Zib 2 am 13.11.2009.
1.Das Kreuz als Zeichen und Symbol der Christenheit.
2.Ehe zwischen Mann und Frau als kostbares Geschenk
3.Menschlicher Umgang mit Asylwerbern.
Thema: Eucharistiefasten
18.11.09
Weil wir unter der Trennung der Christenheit leiden, sollen wir auf den "eucharistischen Herrn" verzichten, ihn sozusagen "ausgrenzen". Das sei
ein wahrnehmbares Zeichen für die Wiederherstellung der Communio
eucharistica.
Wir sollen der Einheit wegen auf die "Quelle und (den) Höhepunkt des
ganzen christlichen Lebens" (LG11), auf das "Sakrament des Erbarmens und (das) Zeichen der Einheit" (KKK1323), auf das "Werk unserer Erlösung" (LG3) ... verzichten!
Also: Verzichtet auf die Eucharistie, das beste "Mittel" zur Erlangung der Einheit, damit ihr die Einheit erlangt.
Weiß der Liturgieprofessor nicht, dass gerade durch die Eucharistie die Einheit des Volkes Gottes bewirkt wird (KKK 1325)?
Vielleicht kommt ein Professor für Spiritualität auf die Idee eines
ökumenischen "Gebets-Fastens": Aus Solidarität mit den Ungläubigen
sollen alle Christen auf das Gebet verzichten!
Thema: Eucharistiefasten
18.11.09
Das ist ja gut gemeint, aber völlig verkehrt.
In der Schweiz ist man auch katholischerseits gar nicht zufrieden, dass die evangelischen Christen von unserem Abendmahl seit einigen Jahren
ferngehalten wurden. Wie manchem Priester, der Alle zum Tisch des Herrn lud, ist dies nun untersagt.
Es gibt hier viele praktizierende Katholiken, denen die Ökumene wichtiger ist. Wir brauchen kein theologisches Gezänk.
Das Eucharistfasten - so es denn überhaupt praktiziert würde - brächte nicht wenige Katholiken dazu, solchen Rumpfmessen fernzubleiben.
Thema: Eucharistisches Fasten?
17.11.09
Zum Bericht 15.11.09 Wider die Sünde der Trennung - eucharistisches Fasten (Phillipp Harnoncourt bei der Studientagung des Kath. Akademikerverbandes):
Im KKK 1388 steht: Es entspricht dem Sinn der Eucharistie, daß die Gläubigen ,falls sie die Vorrausstzungen erfüllen, jedesmal kommunizieren, wenn sie an der Messe teilnehmen...
und in KKK 1384: Der Herr richtet an uns eine eindringliche Einladung, ihn im Sakrament der Eucharistie zu empfangen ...
Was soll aus uns werden, wenn bei dem Mangel an Priestern die wenigen auch noch hin und wieder keine Messe lesen! Als Getaufte haben wir auch ein Recht auf die Sakramente.
Ich habe es nie verstanden, daß ein Priester nicht jeden Tag seine Hl. Messe liest. Das ist eine Lieblosigkeit dem Herrn gegenüber.
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