| Und das Wort ist Fleisch geworden | ||
| Justyna Okolowicz war ein Jahr als „Missionarin auf Zeit” in Tansania und vergleicht Weihnachten in verschiedenen Kulturen. | ||
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„… und das Wort ist Fleisch geworden …”. Jedes Jahr überwältigt mich dieser Satz aus dem Johannes-Prolog von neuem. Gott hat die Grenze zu uns Menschen überschritten – ein für alle Mal. Er hat uns den Weg zum Leben gezeigt und zeigt ihn uns immer noch, weil Er selbst dieser Weg ist. Der Weg zum Leben ist ein Weg des Grenz-Überschreitens und die schwierigste Grenze sind wir meistens selbst. Der Weg zum Leben ist ein Weg, der von uns weg weist und sich öffnet für die Nöte und Freuden anderer.
Wo das gelingt, geschieht Mission – ganz nah und auch ganz fern. Das Fest von Christi Geburt wird auf der ganzen Welt gefeiert, unabhängig von Kultur und politischer Ordnung. Nicht überall jedoch auf dieselbe Art und Weise, wie wir das in Europa gewohnt sind. Vor zwei Jahren durfte ich selbst Weihnachten ganz fern in Afrika feiern. Ich erinnere mich immer wieder gern daran, vor allem auch, um selbst nicht zu vergessen, dass es auch „ganz anders” sein kann. Es war die heißeste Zeit, mitten im afrikanischen Hochsommer, mit 30°C in der Nacht, ganz anderem und viel einfacherem Essen, mit Palmen als Krippenschmuck und keinem Weißen (außer mir) weit und breit. Doch auch bei uns, mitten in Wien, können Menschen ganz anders Weihnachten feiern als wir: allein, in viel zu kalten Wohnungen, ohne etwas zu essen, … „Gott will zum Menschen nur durch Menschen kommen”. (Benedikt XVI.) – ganz nah und auch ganz fern. (red) 15.12.2011 |


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