Ausgabe Nr. 20 - 20.05.2012
© Privat


|
Gleiche Herausforderungen
Zur Seligsprechung von Hildegard Burjan: Warum Selige immer passen ...

Als „Geschenk für die Kirche und ein Geschenk für Österreich” hat Kardinal Schönborn in seiner Predigt am vergangenen Sonntag Hildegard Burjan bezeichnet.

Das Charakteristische für Selige und Heilige ist, dass sie in ihrem Leben so viele Facetten zeigen, dass jede/r einzelne an irgendeiner davon Freude, Gefallen, Vorbild, Stütze, Trost finden kann.

Das ist für die einen das Geführt-Sein und das Sich-Führen-Lassen von Gott, für andere die „Predigt der Tat” oder das soziale Engagement, das – der „Sonntag” berichtete – bis heute (nicht nur) Frauen im Parlament beeindruckt.

Da ist das Vereinbaren-Müssen von Familie und Beruf, von Leben mit der Kirche und Leben in der Welt und vieles mehr, das einzelnen Menschen einen – vielleicht recht individuellen – Zugang zur Person Burjans ermöglicht, gleichzeitig aber den Blick auch auf den Kern ihrer Person, ihren christlichen Glauben, lenkt.

Interessant ist es in diesem Zusammenhang, die nach einem Treffen der christlichen Kirchen in Europa verfasste Erklärung zu lesen, die neuen Handlungsbedarf in Europa ortet:

Präsenz von Christen und Christinnen im öffentlichen Raum, ihr Zeugnis in ihrem Arbeits- und Lebensumfeld, die (Heraus)Forderung, den christlichen Glauben durch karitatives Handeln sichtbar zu machen sowie Hoffnungen in Lebenssituationen einzubringen, die einzelnen Menschen als hoffnungslos erscheinen.

Haben die Kirchen Person und Werk der eben Seliggesprochenen beschrieben?

© BilderBox

(eg)

02.02.2012