„Apostelgeschichte 2010”, die große Dialog- und Missionsinitiative der Erzdiözese Wien, geht weiter: Von 11. bis 13. März findet im Stephansdom die zweite Diözesanversammlung statt.
Zirka 1.400 Delegierte (um 200 mehr als bei der ersten Diözesanversammlung im vergangenen Oktober) kommen zusammen, um gemeinsam über zwei zentrale Fragen nachzudenken: „Wie verkünden wir das Evangelium? Wem verkünden wir?”
Die gegenwärtig bekannt werdenden Vergehen, für die es nur „Reue, die Bitte um Vergebung und das Bemühen um Heilung der Wunden geben kann” (Erklärung der österreichischen Bischöfe), werden ihre Schatten auch auf die Diözesanversammlung werfen.
Dabei wird die oft wenig beachtete und wenig verstandene biblische Aussage offenkundig: An jeder Sünde, jedem Vergehen eines/einer Einzelnen leidet die ganze Kirche. „Kann man unter solchen Umständen ‚missionarisch’ sein?”, werden manche fragen.
2.000 Jahre Kirchengeschichte sagen: Ja. Die Botschaft von Kreuz und Auferstehung, von Sünde und Erlösung ist meist, wenn nicht immer, unter schwierigen und schwierigsten Umständen erfolgt.
Erst „Zeugnis geben”, wenn das „Haus in Ordnung” ist? Nun, das erlösungsbedürftige „Haus” ist nie „in Ordnung” – was nicht von der Mühe darum dispensiert.
Umso wichtiger sollte allen das Zeugnis und seelsorgliche Mühen der 1.400 stellvertretend aus der ganzen Diözese Zusammenkommenden sein, die sich dieser Mühe um das „Haus” unterziehen.
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(red)