Ausgabe Nr. 20 - 20.05.2012
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Das Alter aktiv leben
2012 ist das „Europäische Jahr für aktives Altern”. Das Jahrbuch der Diözese Gurk beleuchtet das Älterwerden in vielen Facetten.

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Innere und äußere Bewegung ist entscheidend.

Als Zielsetzung dieses Jahres hat die Europäische Kommission formuliert: „Das für 2012 geplante Europäische Jahr für aktives Altern soll dazu beitragen, ältere Menschen länger auf dem Arbeitsmarkt zu halten, und dafür sorgen, dass sie so lange wie möglich gesund, aktiv und unabhängig bleiben.”

Hier wird der Mensch benutzt, „um ein System zu bedienen”, schreibt der Kärntner Diözesanbischof Alois Schwarz in seinem Jahrbuch-Beitrag. Es gehe jedoch vielmehr darum, ausgehend von den Zehn Geboten die „Generationensolidarität und Generationennachhaltigkeit” neu zu entdecken, betont Schwarz.

Das Thema „Altwerden und Altsein” sei „eine dauernde Lebensaufgabe für die Jungen und für die Alten”.

Vierzehn Autorinnen und Autoren (darunter Weihbischof Helmut Krätzl und Internist Johannes Huber) beleuchten im Gurker Jahrbuch das Thema „Was uns im Alter trägt”.

Die Beiträge spannen thematisch einen großen Bogen: Vom Umgang mit Altersdepression in der Antike über die vorbildhafte Rolle der Alten in der afrikanischen Kultur und das Thema „Alter” in der Heiligen Schrift bis hin zu den Lebensweisheiten einer fast 100-jährigen Kärntnerin.

Konkrete Lebensbeispiele zeigen, wie der Glaube gerade auch in dieser Lebensphase Halt und Orientierung geben kann.

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„Was uns im Alter trägt” – Jahrbuch der Diözese Gurk; erhältlich im Seelsorgeamt Gurk (0463/5877-2135) und in der Facultas Dombuchhandlung am Stephansplatz (01/512 37 09).

Univ.-Prof. Leopold Rosenmayr beleuchtet „Neue Wege des Alterns”: Ausgehend von der „dramatischen Erhöhung der Lebenserwartung” sieht Rosenmayr  einen „neuen Typus Mensch”: „Wird dieser langlebige Mensch auch seelische Erfüllung geben und empfangen können? Wird er mit sich selbst zurechtkommen, mit 80, 90, 100 Jahren?”

Der Doyen der Altersforschung sieht im Johannes-Evangelium (Kapitel 3, Jesus und Nikodemus) einen Schlüssel für gelingendes Alt-Werden. Hier spreche Jesus von einer „seelisch-geistigen Neugeburt durch eine Verhaltensänderung und eine neue Selbstfindung”.

Diese Um-Orientierung müsse mitten im Alltag erfolgen, „bis in die Lebensgewohnheiten hinein”. Rosenmayr: „Mehr Achtsamkeit im Alltag, Förderung von innerer und äußerer Bewegung und die Kontrolle der Ernährung, das bringt Gegenkräfte gegen den Abbau.”

Unter dem Titel „Gekommen in die Jahre” bringt der Innsbrucker Bibelwissenschaftler
P. Georg Fischer SJ anregende biblische Weisheiten zur Länge des Lebens. Die Heilige Schrift empfehle „keine äußerlich anwendbaren Energiepräparate oder Vitaminpillen für das Altwerden, sondern gesunde innere Einstellungen und dementsprechendes Handeln”.

Fischer nennt hier u. a. „Hochachtung, Dankbarkeit und Sorge für die  eigenen Eltern”, das Wissen um den „begrenzten Wert eines langen Lebens” und die „menschliche Vergänglichkeit vor Gottes Ewigkeit”.

(Kron)

12.01.2012

Kurz notiert

Anglikaner konvertieren

­­In Großbritannien sind nach Vatikanangaben zu Ostern rund 220 Anglikaner zur katholischen Kirche übergetreten. Unter ihnen waren 20 Priester, wie die Zeitung „Osservatore Romano” berichtet.

Im Süden Londons wechselt fast die Hälfte einer anglikanischen Gemeinde gemeinsam mit ihrem Pfarrer zur katholischen Kirche.

Der 63-jährige Priester Donald Minchew aus Croydon kehrte der anglikanischen Kirche aus Protest gegen Frauenpriestertum und Zulassung von Bischöfinnen den Rücken.