Ausgabe Nr. 06 - 12.02.2012
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Imponiergehabe macht nicht größer
Die Schrifttexte für Sonntag, den 29. August 2010, den 22. Sonntag im Jahreskreis.

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„Nicht jeder, der sich vor den Menschen erhöht, wird erniedrigt; und nicht jeder, der sich vor den Menschen erniedrigt, wird von ihnen erhöht. Wer aber wegen seiner Verdienste hochmütig wird, wird vom Herrn erniedrigt; und wer bei seinen guten Taten demütig bleibt, wird von Ihm erhöht werden.” - Beda Venerabilis († 735)

Ers­te Le­sung:
aus dem Buch Je­sus Si­rach 3,17-18.20.28-29


Mein Sohn, bei all dei­nem Tun blei­be be­schei­den, und du wirst mehr ge­liebt wer­den als ei­ner, der Ga­ben ver­teilt. Je grö­ßer du bist, um so mehr be­schei­de dich, dann wirst du Gna­de fin­den bei Gott. Denn groß ist die Macht Got­tes, und von den De­mü­ti­gen wird er ver­herr­licht.

Für die Wun­de des Über­mü­ti­gen gibt es kei­ne Hei­lung, denn ein gif­ti­ges Kraut hat in ihm sei­ne Wur­zeln. Ein wei­ses Herz ver­steht die Sinn­sprü­che der Wei­sen, ein Ohr, das auf die Weis­heit hört, macht Freu­de.



Ant­wort­psalm: 68 (67), 4-5b.6-7.10-11
Kehr­vers: Dei­ne Ge­schöp­fe fin­den Woh­nung bei dir, o Gott.



Zwei­te Le­sung:
aus dem Heb­rä­er­brief 12,18-19.22-24a


Ihr seid nicht zu ei­nem sicht­ba­ren, lo­dern­den Feu­er hin­ge­tre­ten, zu dunk­len Wol­ken, zu Fins­ter­nis und Sturm­wind, zum Klang der Po­sau­nen und zum Schall der Wor­te, bei de­nen die Hö­rer fleh­ten, die­se Stim­me sol­le nicht wei­ter zu ih­nen re­den.

Ihr seid viel­mehr zum Berg Zi­on hin­ge­tre­ten, zur Stadt des le­ben­di­gen Got­tes, dem himm­li­schen Je­ru­sa­lem, zu Tau­sen­den von En­geln, zu ei­ner fest­li­chen Ver­samm­lung und zur Ge­mein­schaft der Erst­ge­bo­re­nen, die im Him­mel ver­zeich­net sind; zu Gott, dem Rich­ter al­ler, zu den Geis­tern der schon voll­en­de­ten Ge­rech­ten, zum Mitt­ler ei­nes neu­en Bun­des.



Evan­ge­li­um nach Lu­kas 14,1.7-14


Als Je­sus an ei­nem Sab­bat in das Haus ei­nes füh­ren­den Pha­ri­sä­ers zum Es­sen kam, be­obach­te­te man ihn ge­nau.

Als er be­merk­te, wie sich die Gäs­te die Eh­ren­plät­ze aus­such­ten, nahm er das zum An­lass, ih­nen ei­ne Leh­re zu er­tei­len.

Er sag­te zu ih­nen: Wenn du zu ei­ner Hoch­zeit ein­ge­la­den bist, such dir nicht den Eh­ren­platz aus. Denn es könn­te ein an­de­rer ein­ge­la­den sein, der vor­neh­mer ist als du, und dann wür­de der Gast­ge­ber, der dich und ihn ein­ge­la­den hat, kom­men und zu dir sa­gen: Mach die­sem hier Platz! Du aber wärst be­schämt und müss­test den un­ters­ten Platz ein­neh­men.

Wenn du al­so ein­ge­la­den bist, setz dich lie­ber, wenn du hin­kommst, auf den un­ters­ten Platz; dann wird der Gast­ge­ber zu dir kom­men und sa­gen: Mein Freund, rück wei­ter hi­nauf!

Das wird für dich ei­ne Eh­re sein vor al­len an­de­ren Gäs­ten. Denn wer sich selbst er­höht, wird er­nied­rigt, und wer sich selbst er­nied­rigt, wird er­höht wer­den.

Dann sag­te er zu dem Gast­ge­ber: Wenn du mit­tags oder abends ein Es­sen gibst, so la­de nicht dei­ne Freun­de oder dei­ne Brü­der, dei­ne Ver­wand­ten oder rei­che Nach­barn ein; sonst
la­den auch sie dich ein, und da­mit ist dir wie­der al­les ver­gol­ten.

Nein, wenn du ein Es­sen gibst, dann la­de Ar­me, Krüp­pel, Lah­me und Blin­de ein. Du wirst se­lig sein, denn sie kön­nen es dir nicht ver­gel­ten; es wird dir ver­gol­ten wer­den bei der
Auf­er­ste­hung der Ge­rech­ten.

(red)

26.08.2010