Ausgabe Nr. 37 - 12.09.2010
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Hoffen auf Vergebung
Die Schrifttexte für Sonntag, den 7. März 2010, den 3. Fastensonntag.

© KNA


Ers­te Le­sung:
aus dem Buch Exo­dus 3,1-8a.13-15


In je­nen Ta­gen wei­de­te Mo­se die Scha­fe und Zie­gen sei­nes Schwie­ger­va­ters Ji­tro, des Pries­ters von Mi­di­an. Ei­nes Ta­ges trieb er das Vieh über die Step­pe hi­naus und kam zum Got­tes­berg Ho­reb. Dort er­schien ihm der En­gel des Herrn in ei­ner Flam­me, die aus ei­nem Dorn­busch em­por­schlug.

Er schau­te hin: Da brann­te der Dorn­busch und ver­brann­te doch nicht. Mo­se sag­te: Ich will dort­hin ge­hen und mir die au­ßer­ge­wöhn­li­che Er­schei­nung an­se­hen. Wa­rum ver­brennt denn der Dorn­busch nicht?

Als der Herr sah, dass Mo­se nä­her kam, um sich das an­zu­se­hen, rief Gott ihm aus dem Dorn­busch zu: Mo­se, Mo­se! Er ant­wor­te­te: Hier bin ich. Der Herr sag­te: Komm nicht nä­her he­ran! Leg dei­ne Schu­he ab, denn der Ort, wo du stehst, ist hei­li­ger Bo­den.

Dann fuhr er fort: Ich bin der Gott dei­nes Va­ters, der Gott Ab­ra­hams, der Gott Isaaks und der Gott Ja­kobs. Da ver­hüll­te Mo­se sein Ge­sicht, denn er fürch­te­te sich, Gott an­zu­schau­en.

Der Herr sprach: Ich ha­be das Elend mei­nes Vol­kes in Ägyp­ten ge­se­hen, und ih­re lau­te Kla­ge über ih­re An­trei­ber ha­be ich ge­hört. Ich ken­ne ihr Leid. Ich bin he­rab­ge­stie­gen, um sie der Hand der Ägy­pter zu ent­rei­ßen und aus je­nem Land hi­nauf­zu­füh­ren in ein schö­nes, wei­tes Land, in ein Land, in dem Milch und Ho­nig flie­ßen.

Da sag­te Mo­se zu Gott: Ich wer­de al­so zu den Is­rae­li­ten kom­men und ih­nen sa­gen: Der Gott eu­rer Vä­ter hat mich zu euch ge­sandt. Da wer­den sie mich fra­gen: Wie heißt er? Was soll ich ih­nen da­rauf sa­gen?

Da ant­wor­te­te Gott dem Mo­se: Ich bin der „Ich-bin-da”. Und er fuhr fort: So sollst du zu den Is­rae­li­ten sa­gen: Der „Ich-bin-da” hat mich zu euch ge­sandt.

Wei­ter sprach Gott zu Mo­se: So sag zu den Is­rae­li­ten: Jah­we, der Gott eu­rer Vä­ter, der Gott Ab­ra­hams, der Gott Isaaks und der Gott Ja­kobs, hat mich zu euch ge­sandt. Das ist mein Na­me für im­mer, und so wird man mich nen­nen in al­len Ge­ne­ra­tio­nen.



Ant­wort­psalm: 103 (102), 1-2.3-4.6-7.8 u.11
Kehr­vers:
Gnä­dig und barm­her­zig ist der Herr, voll Lang­mut und reich an Gü­te.



Zwei­te Le­sung:
aus dem ers­ten Brief des Apos­tels Pau­lus an die Ko­rin­ther 10,1-6.10-12

Ihr sollt wis­sen, Brü­der, dass un­se­re Vä­ter al­le un­ter der Wol­ke wa­ren, al­le durch das Meer zo­gen und al­le auf Mo­se ge­tauft wur­den in der Wol­ke und im Meer. Al­le aßen auch die glei­che gott­ge­schenk­te Spei­se, und al­le tran­ken den glei­chen gott­ge­schenk­ten Trank; denn sie tran­ken aus dem le­ben­spen­den­den Fel­sen, der mit ih­nen zog. Und die­ser Fels war Chris­tus. Gott aber hat­te an den meis­ten von ih­nen kein Ge­fal­len; denn er ließ sie in der Wüs­te um­kom­men.

Das aber ge­schah als war­nen­des Bei­spiel für uns: da­mit wir uns nicht von der Gier nach dem Bö­sen be­herr­schen las­sen, wie je­ne sich von der Gier be­herr­schen lie­ßen.

Murrt auch nicht, wie ei­ni­ge von ih­nen murr­ten; sie wur­den vom Ver­der­ber um­ge­bracht.

Das aber ge­schah an ih­nen, da­mit es uns als Bei­spiel dient; uns zur War­nung wur­de es auf­ge­schrie­ben, uns, die das En­de der Zei­ten er­reicht hat. Wer al­so zu ste­hen meint, der ge­be acht, dass er nicht fällt.



Evan­ge­li­um nach Lu­kas 13,1-9


Zu je­ner Zeit ka­men ei­ni­ge Leu­te zu Je­sus und be­rich­te­ten ihm von den Ga­li­lä­ern, die Pi­la­tus beim Op­fern um­brin­gen ließ, so dass sich ihr Blut mit dem ih­rer Op­fer­tie­re ver­misch­te.

Da sag­te er zu ih­nen: Meint ihr, dass nur die­se Ga­li­lä­er Sün­der wa­ren, weil das mit ih­nen ge­sche­hen ist, al­le an­de­ren Ga­li­lä­er aber nicht? Nein, im Ge­gen­teil: Ihr al­le wer­det ge­nau­so um­kom­men, wenn ihr euch nicht be­kehrt.

Oder je­ne acht­zehn Men­schen, die beim Ein­sturz des Turms von Schi­loach er­schla­gen wur­den – meint ihr, dass nur sie Schuld auf sich ge­la­den hat­ten, al­le an­de­ren Ein­woh­ner von Je­ru­sa­lem aber nicht? Nein, im Ge­gen­teil: Ihr al­le wer­det ge­nau­so um­kom­men, wenn ihr euch nicht be­kehrt.

Und er er­zähl­te ih­nen die­ses Gleich­nis: Ein Mann hat­te in sei­nem Wein­berg ei­nen Fei­gen­baum; und als er kam und nach­sah, ob er Früch­te trug, fand er kei­ne. Da sag­te er zu sei­nem Wein­gärt­ner: Jetzt kom­me ich schon drei Jah­re und se­he nach, ob die­ser Fei­gen­baum Früch­te trägt, und fin­de nichts. Hau ihn um! Was soll er wei­ter dem Bo­den sei­ne Kraft neh­men?

Der Wein­gärt­ner er­wi­der­te: Herr, lass ihn die­ses Jahr noch ste­hen; ich will den Bo­den um ihn he­rum auf­gra­ben und dün­gen. Viel­leicht trägt er doch noch Früch­te; wenn nicht, dann lass ihn um­hau­en.

© KNA

(red)

04.03.2010