Ausgabe Nr. 06 - 12.02.2012
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Die Schrifttexte für Sonntag, den 21. Februar 2010, den 1. Fastensonntag.

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Ers­te Le­sung: aus dem Buch Deu­te­ro­no­mi­um 26,4-10

In je­nen Ta­gen sprach Mo­se zum Volk: Wenn du die ers­ten Er­trä­ge von den Früch­ten des Lan­des dar­bringst, dann soll der Pries­ter den Korb aus dei­ner Hand entge­gen­neh­men und ihn vor den Al­tar des Herrn, dei­nes Got­tes, stel­len. Du aber sollst vor dem Herrn, dei­nem Gott, fol­gen­des Be­kennt­nis ab­le­gen:

Mein Va­ter war ein hei­mat­lo­ser Ara­mä­er. Er zog nach Ägyp­ten, leb­te dort als Frem­der mit we­ni­gen Leu­ten und wur­de dort zu ei­nem gro­ßen, mäch­ti­gen und zahl­rei­chen Volk.

Die Ägy­pter be­han­del­ten uns schlecht, mach­ten uns recht­los und leg­ten uns har­te Fron­ar­beit auf. Wir schrien zum Herrn, dem Gott un­se­rer Vä­ter, und der Herr hör­te un­ser Schrei­en und sah un­se­re Recht­lo­sig­keit, un­se­re Ar­beits­last und un­se­re Be­dräng­nis.

Der Herr führ­te uns mit star­ker Hand und hoch er­ho­be­nem Arm, un­ter gro­ßem Schre­cken, un­ter Zei­chen und Wun­dern aus Ägyp­ten, er brach­te uns an die­se Stät­te und gab uns die­ses Land, ein Land, in dem Milch und Ho­nig flie­ßen.

Und sie­he, nun brin­ge ich hier die ers­ten Er­trä­ge von den Früch­ten des Lan­des, das du mir ge­ge­ben hast, Herr.

Wenn du den Korb vor den Herrn, dei­nen Gott, ge­stellt hast, sollst du dich vor dem Herrn, dei­nem Gott, nie­der­wer­fen.



Ant­wort­psalm: 91 (90), 1-2.10-11.12-13.14-15
Kehr­vers: Herr, sei bei mir in der Not.



Zwei­te Le­sung:
aus dem Brief des Apos­tels Pau­lus an die Rö­mer 10,8-13


Was sagt die Schrift? Das Wort ist dir na­he, es ist in dei­nem Mund und in dei­nem Her­zen.

Ge­meint ist das Wort des Glau­bens, das wir ver­kün­di­gen; denn wenn du mit dei­nem Mund be­kennst: „Je­sus ist der Herr” und in dei­nem Her­zen glaubst: „Gott hat ihn von den To­ten auf­er­weckt”, so wirst du ge­ret­tet wer­den.

Wer mit dem Her­zen glaubt und mit dem Mund be­kennt, wird Ge­rech­tig­keit und Heil er­lan­gen. Denn die Schrift sagt: Wer an ihn glaubt, wird nicht zu­grun­de ge­hen.

Da­rin gibt es kei­nen Un­ter­schied zwi­schen Ju­den und Grie­chen. Al­le ha­ben den­sel­ben Herrn; aus sei­nem Reich­tum be­schenkt er al­le, die ihn an­ru­fen. Denn je­der, der den Na­men des Herrn an­ruft, wird ge­ret­tet wer­den.



Evangelium nach Lukas 4,1-13


In je­ner Zeit ver­ließ Je­sus, er­füllt vom Hei­li­gen Geist, die Jor­dan­ge­gend.

Da­rauf führ­te ihn der Geist vier­zig Ta­ge lang in der Wüs­te um­her, und da­bei wur­de Je­sus vom Teu­fel in Ver­su­chung ge­führt. Die gan­ze Zeit über aß er nichts; als aber die vier­zig Ta­ge vorüber wa­ren, hat­te er Hun­ger.

Da sag­te der Teu­fel zu ihm: Wenn du Got­tes Sohn bist, so be­fiehl die­sem Stein, zu Brot zu wer­den. Je­sus ant­wor­te­te ihm: In der Schrift heißt es: Der Mensch lebt nicht nur von Brot.

Da führ­te ihn der Teu­fel auf ei­nen Berg hi­nauf und zeig­te ihm in ei­nem ein­zi­gen Au­gen­blick al­le Rei­che der Er­de. Und er sag­te zu ihm: All die Macht und Herr­lich­keit die­ser Rei­che will ich dir ge­ben; denn sie sind mir über­las­sen, und ich ge­be sie, wem ich will. Wenn du dich vor mir nie­der­wirfst und mich an­be­test, wird dir al­les ge­hö­ren. Je­sus ant­wor­te­te ihm: In der Schrift steht: Vor dem Herrn, dei­nem Gott, sollst du dich nie­der­wer­fen und ihm al­lein die­nen.

Da­rauf führ­te ihn der Teu­fel nach Je­ru­sa­lem, stell­te ihn oben auf den Tem­pel und sag­te zu ihm: Wenn du Got­tes Sohn bist, so stürz dich von hier hi­nab; denn es heißt in der Schrift: Sei­nen En­geln be­fiehlt er, dich zu be­hü­ten und: Sie wer­den dich auf ih­ren Hän­den tra­gen, da­mit dein Fuß nicht an ei­nen Stein stößt. Da ant­wor­te­te ihm Je­sus: Die Schrift sagt: Du sollst den Herrn, dei­nen Gott, nicht auf die Pro­be stel­len.

Nach die­sen Ver­su­chun­gen ließ der Teu­fel für ei­ne ge­wis­se Zeit von ihm ab.

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(red)

18.02.2010